{"id":1835,"date":"2016-07-07T10:42:14","date_gmt":"2016-07-07T10:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturforum-mwest.de\/K\/?p=1835"},"modified":"2017-03-12T18:42:41","modified_gmt":"2017-03-12T18:42:41","slug":"160707-tuschebilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/160707-tuschebilder\/","title":{"rendered":"Tuschebilder von Liu Bin im Geranienhaus"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1836 alignleft\" src=\"https:\/\/www.kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160707-lui-bin.jpg\" alt=\"160707-lui-bin\" width=\"120\" height=\"120\" \/>Donnerstag, 7. Juli 2016 um 19 Uhr ist Vernissage der Ausstellung von Tuschebildern des chinesischen Malers Liu Bin im Geranienhaus. einf\u00fchrende worte: Gertraud Sommer. Die Ausstellung unter dem Titel <strong><b>Im zarten Duft mach ich beim Wandern halt <\/b><\/strong>dauert vom 8. bis 13. Juli und ist von 10 bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Geboren ist Liu Bin in S\u00fcdwestchina, ausgebildet an der Xiling-Akademie f\u00fcr traditionelle Kunst in Hangzhou (Provinz Zhejiang), er wirkte jahrzehntelang in leitender Funktion als Mitglied dieser Akademie. Heute arbeitet er als freier K\u00fcnstler. Seine Bilder werden seit Jahren auch in Europa ausgestellt.<\/p>\n<p><strong><b>Im zarten Duft mach ich beim Wandern halt<br \/>\n<\/b><\/strong>Das Zitat einer Verszeile von Du Fu ist das Motto der Ausstellung. Chinesische Tuschebilder enthalten oft Verse, die korrekterweise zu singen sind, sodass neben der Malerei auch Literatur und Musik ins Spiel kommen. Inspiriert von den Worten des gro\u00dfen chinesischen Dichters Du Fu malt Liu Bin seine Bilder, sie beruhen auf der gro\u00dfen Tradition der chinesischen Tuschemalerei. Der Maler hat in langer, anspruchsvoller Schulung die ausgereifte Technik und die \u00e4sthetischen und geistigen Grundlagen der chinesischen Kalligraphie und Tuschemalerei erworben. Damit geh\u00f6rt er zu den Meistern, die den unsch\u00e4tzbaren Reichtum dieser Kunst wiederbeleben. Es ist ein Zeichen f\u00fcr deren Kraft und Bedeutung auch f\u00fcr die Gegenwart, dass die Verheerungen der Kulturrevolution trotz der systematischen Zerst\u00f6rung der alten Kunstsch\u00e4tze und trotz brutaler Unterdr\u00fcckung der K\u00fcnstler die geistigen Grundlagen der Tuschekunst und deren hoch ausgefeilte Technik nicht ausl\u00f6schen konnten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1837\" src=\"https:\/\/www.kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160707-tuschezeichnung.jpg\" alt=\"160707-tuschezeichnung\" width=\"700\" height=\"805\" srcset=\"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160707-tuschezeichnung.jpg 700w, https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/160707-tuschezeichnung-261x300.jpg 261w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p><b>V\u00f6gel, Bambus und Orchideen<br \/>\n<\/b>Liu Bins Bilder zeigen Naturgegenst\u00e4nde, vor allem V\u00f6gel, Bambus und Orchideen. Sein eigentlicher Gegenstand aber ist die Linie. Der raffiniert gebaute chinesische Tuschepinsel erlaubt es, alle Arten von Strichen &#8211; etwa d\u00fcnn wie Eisendraht, in breitem Auftrag oder in weichen Lavouren &#8211; in einem Zug zu malen. Jede Einzelheit des k\u00fcnstlerischen Geschehens &#8211; seine Virtuosit\u00e4t, Energie, jedes Heben und Senken des Pinsels, jedes Verweilen und jeder neue Ansatz &#8211; bleibt im Erscheinungsbild erhalten. Der Tanz des Pinsels offenbart das Wesen des Malenden, seinen Charakter, seine Energie und Kunstfertigkeit, seine Gef\u00fchle und seine Erkenntnistiefe, das hei\u00dft: er zeigt unverf\u00e4lscht des K\u00fcnstlers Existenz in der Gegenwart. Seine Bilder fesseln durch ihre Klarheit, ihre heitere Ausgewogenheit und durch die souver\u00e4ne Sicherheit, mit der sein Strich in g\u00fcltiger Raumaufteilung vor dem unbemalten Bildgrund steht. Kraft, Genauigkeit und Freiheit seiner Linien erzeugen ein Gef\u00fchl von Leichtigkeit und Freude. Ihre Harmonie verleugnet nicht die dunklen Seiten des Lebens. Sie ist verantwortete Harmonie, sichtbar in der Wahrhaftigkeit und Unbedingtheit der Linien, und sie weckt Vertrauen in die Verl\u00e4sslichkeit des Lebens.<\/p>\n<p>Die Bilder Liu Bins beruhen auf der gro\u00dfen Tradition der chinesischen Tuschemalerei. Der Maler hat In langer, anspruchsvoller Schulung die ausgereifte Technik und die \u00e4sthetischen und geistigen Grundlagen der chinesischen Kalligraphie und Tuschemalerei erworben. Damit geh\u00f6rt er zu den Meistern, die den unsch\u00e4tzbaren Reichtum dieser Kunst wiederbeleben.. Es ist ein Zeichen f\u00fcr deren Kraft und Bedeutung auch f\u00fcr die Gegenwart, dass die Verheerungen der Kulturrevolution trotz der systematischen Zerst\u00f6rung der alten Kunstsch\u00e4tze und trotz brutaler Unterdr\u00fcckung der K\u00fcnstler die geistigen Grundlagen der Tuschekunst und deren hoch ausgefeilte Technik nicht ausl\u00f6schen konnten.<\/p>\n<p>Das Geranienhaus des Nymphenburger Schlossparks liegt neben dem Palmenhaus.<\/p>\n<p>Veranstalter der Ausstellung sind Gertraud und Joachim Sommer sowie das Kulturforum M\u00fcnchen-West.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 7. Juli 2016 um 19 Uhr ist Vernissage der Ausstellung von Tuschebildern des chinesischen Malers Liu Bin im Geranienhaus. einf\u00fchrende worte: Gertraud Sommer. Die Ausstellung unter dem Titel Im zarten Duft mach ich beim Wandern halt dauert vom 8. bis 13. Juli und ist von 10 bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[33,3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1835"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1835"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1835\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2690,"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1835\/revisions\/2690"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1835"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1835"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturforum-mwest.de\/1.0\/K\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1835"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}