Ausstellung „una volta“

Freitag, 2. Oktober 2026 um 19:00 Uhr

Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52/Ecke Waldhornstraße München-Hartmannshofen

Die Arbeiten entstehen in Öl auf Aluminium-Dibond und bewegen sich im Spannungsfeld

zwischen gestischer Malerei und urbaner Spurensuche. Ausgangspunkt sind die vielschichtigen Zeichen, die Menschen im öffentlichen Raum hinterlassen – bewusst

oder unbewusst: Kratzer, Graffiti, Abrieb, Übermalungen, Reste von Plakaten oder

zufällige Einschreibungen der Zeit.

Die Malerei versteht sich als Reflexion über das Sichtbare und das Verborgene: Was bleibt von menschlichem Handeln zurück? Welche Zeichen überdauern, welche verschwinden?

Die Ausstellung geht vom 03.10.2026 bis 18.10.2026. Die  Öffnungszeiten sind samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter ist die Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e.V. Kuratoren: Irene Bauer-Conrad, Fabian Vogl

Die Arbeiten entstehen in Öl auf Aluminium-Dibond und bewegen sich im Spannungsfeld zwischen gestischer Malerei und urbaner Spurensuche. Ausgangspunkt sind die viel-schichtigen Zeichen, die Menschen im öffentlichen Raum hinterlassen – bewusst oder unbewusst: Kratzer, Graffiti, Abrieb, Übermalungen, Reste von Plakaten oder zufällige Einschreibungen der Zeit.

Diese Spuren werden nicht dokumentarisch übernommen, sondern in einen malerischen Prozess übersetzt. Gestische Setzungen, Überlagerungen und Verdichtungen verwandeln

sie in autonome Bildräume, in denen sich Erinnerung, Bewegung und Materialität mitein-ander verbinden. Das Aluminium-Dibond dient dabei nicht nur als Bildträger, sondern

als widerständige Oberfläche, die den Dialog zwischen Farbe, Struktur und Geste verstärkt. Die urbanen Zeichen verlieren ihre ursprüngliche Funktion und werden zu Archetypen

menschlicher Präsenz. Sie erzählen von Aneignung, Vergänglichkeit, Wiederholung und dem elementaren Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen. In der Abstraktion lösen sie sich von ihrem konkreten Ursprung und eröffnen einen universellen Bildraum, in dem individuelle Erfahr-ungen und kollektive Erinnerungen aufeinandertreffen.

Die Malerei versteht sich als Reflexion über das Sichtbare und das Verborgene: Was bleibt von menschlichem Handeln zurück? Welche Zeichen überdauern, welche verschwinden? Die Bilder machen diese flüchtigen Einschreibungen sichtbar und begreifen sie als zeitlose Formen menschlicher Existenz – als archetypische Spuren, die sich im Bild spiegeln und immer wieder neu gelesen werden können.

Annabelle Mehraein
* 1974, in München, arbeitet und lebt in München
2002-10 Studium der Malerei und Grafi k bei Professor Sean Scully und Professor Günther
Förg an der Akademie der Bildenden Künste, München
2009 Meisterschülerin von Professor Günther Förg

Ausstellungen (Auswahl):
2025: Silver Lining – Galerie Markt Bruckmühl, Bruckmühl
2021: postponed – Neue Galerie Landshut
2020: Boxenstop II – Pinakothek der Moderne München inhabit – Artothek (Solo)
2019: Super Books – Haus der Kunst, München
2018: 2 x Förg – Kunstraum, München
2014: 5. Grafikpreis – Horst-Janssen-Museum, Oldenburg Treu & Horror – Debütantenausstellung Gedok, München
Bienvenue – Galerie Matthias Jahn, München
2009: Malerei ist immer abstrakt – Zweiggalerie Pinakothek der Moderne, Augs. u.  München               

Preise/Stipendien:
Stipendium zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (FFL) (2022)
Debütantenpreis mit Katalogförderung (2014)
Atelierförderungen (Regierung OBB 2018-22, LH München 2010-14)

Sammlungen:
2007 Bayerische Staats- und Gemädesammlungen
2018 und 20, Artothek und Bildersaal, LH München