Das KULTURFORUM MÜNCHEN-WEST fördert Kreativität sowie Verständnis für Kunst und gesellschaftliche Fragen und unterstützt die Integration verschiedener Kulturen.
Sein Ziel ist die aktive Förderung und Pflege der Künste, Stadtteilkultur und Stadtentwicklung im Münchner Westen.
Das KULTURFORUM MÜNCHEN-WEST ist überparteilich und gemeinnützig. Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich tätig.
Der Verein organisiert Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Lesungen, Diskussionen und andere Veranstaltungen.
Aktivitäten
Ausstellungen und Vernissagen im Pasinger Rathaus (in Kooperation mit dem Verein Kunst und Kultur im und um das Pasinger Rathaus)
Organisation der „Offenen Ateliers Pasing / Obermenzing“ zusammen mit den beteiligten Künstlern seit 2000
Podiumsdiskussionen und sonstige Veranstaltungen zu stadtteil-bezogenen und gesellschaftspolitischen Themen
Kammermusik in Münchens kleinstem Konzertsaal, dem ehemaligen Rathaussaal von Pasing, jetzt Volkshochschule, und in Pasinger Kirchen
„Kulturfrühstücke“ an verschiedenen Orten mit aktuellen Themen
„Töne im Tunnel“ oder „Töne im Terrain“ als Beitrag zur jährlichen Nacht der Umwelt
Autorenlesungen
Engagement für stadtplanerische Gestaltung im Bereich Pasing und Obermenzing
Kulturausflüge und Stadtführungen
Führungen durch Museen und private Sammlungen
Führungen in Pasing und Obermenzing Siehe auch die Broschüre DUO MENZING, hier als PDF mit 2 MB anzusehen
Interkulturelle Veranstaltungen
Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Stammtisch mit Mitgliedern, Freunden und Interessierten
Das KULTURFORM MÜNCHEN-WEST e.V. arbeitet mit lokalen Einrichtungen und Vereinen zusammen.
Mailverteiler
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Das erste Konzert der neuen Saison gestaltet der junge, fantastische Pianist Chanwon Park in der Kontrapunkt Klavierwerkstatt. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er für den kurzfristig verhinderten Mirko Kegel einspringen konnte, mit einem Programm, das er ähnlich vor kurzem im Rahmen von Nymphenburg Klassik gespielt hat.
Programm: Wolfgang Amadeus Mozart, Fantasie d-moll, KV 397 Ludwig von Beethoven, Sonate in A-Dur op. 101 Robert Schumann, Kreisleriana, Fantasien für das Pianoforte, op. 16
Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
Zum Programm: Mozarts Fantasie in d-Moll (KV 397) entstand 1782 und blieb bei seinem Tod unvollendet. Dennoch zählt sie zu Mozarts beliebtesten Klavierstücken.
Die letzten zehn Takte des Werks stammen wahrscheinlich von einem gewissen August Müller, einem Bewunderer Mozarts. Dieser Schluss tauchte erstmals 1806 – etwa ein Jahrzehnt nach Mozarts Tod – in einer nicht autorisierten Druckausgabe auf. Genau diese Fassung ist es, die man heute bei Aufführungen des Stücks am häufigsten zu hören bekommt.
Es handelt sich um eines jener Werke Mozarts, die erst nach seinem Tod bekannt wurden, da sie zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurden. Die Datierung auf das Jahr 1782 beruht auf einer stilistischen Einordnung im Vergleich zu anderen Werken des Meisters, der sich zu jener Zeit intensiv mit der Komposition und dem Studium barocker Musik, v.a. Bach und Händel, beschäftigte.
Was die Gattung betrifft, so sind Fantasien Kompositionen im Stil einer Improvisation. Sie sind formal sehr frei gestaltet und folgen keinen festen Strukturen wie etwa denen eines Menuetts oder einer Sonate. Bisweilen dienen sie als Einleitung zu einer Fuge, eine Kombination, die insbesondere von Bach, aber auch von Mozart selbst gepflegt wurde.
Beethovens Sonate A-Dur op. 101 von 1816ist ein Übergangswerk von der mittleren Schaffensperiode hin zu seiner bereits auf die Romantik hinweisenden Spätzeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte Beethoven sein Gehör so gut wie vollständig verloren und sein Gesundheitszustand begann sich - nicht zuletzt durch intensiven Alkoholkonsum - rapide zu verschlechtern.
Das Werk beginnt nicht wie üblich mit einem brillanten Allegro, sondern mit einem „etwas lebhaft und mit der innigsten Empfindung“ bezeichneten relativ kurzen und lyrisch-introvertierten ersten Satz in stark individualisierter Sonatensatzform.
Der zweite Satz („Lebhaft, marschmäßig“) vertritt, obwohl in geradem Takt stehend, die Funktion eines Scherzos und steht in der relativ weit entfernten Tonart F-Dur. Hinter der äußerlich klassischen dreiteiligen Scherzo-Trio-Form verbergen sich zahlreiche für die damalige Zeit geradezu ungeheuerlich kühne harmonische und satztechnische Eigenheiten.
Der dritte Satz in a-Moll („Langsam und sehnsuchtsvoll“) ist formal weitgehend frei gestaltet und nimmt Richard Wagners spätere Idee einer „unendlichen Melodie“ vorweg. Zwar ist der Satz kurz und wirkt fast wie eine Einleitung zum darauffolgenden Finale, doch spiegelt er exemplarisch Beethovens tiefgreifenden stilistischen Wandel der Jahre ab 1816 wieder.
Der extrovertierte und klaviertechnisch zuweilen fast orchestral wirkende letzte Satz („Geschwind, doch nicht zu sehr“) ist wieder in Sonatensatzform gehalten und bringt einen plötzlichen, radikalen Stimmungsumschwung. Besonders zu beachten ist eine ausgewachsene Fuge im Durchführungsteil, eine Gattung, die in Beethovens Spätstil eine zentrale Rolle spielen sollte.
„Kreisleriana“ heißen die acht Fantasie-Stücke op. 16, die Robert Schumann 1838 in wenigen Tagen rauschhaft zu Papier brachte. Er widmete diesen Klavierzyklus, der ursprünglich nur den schlichten Titel „Phantasien für das Pianoforte“ tragen sollte, nicht seiner geliebten zukünftigen Ehefrau Clara, sondern Frédéric Chopin, der das Werk allerdings monatelang unbeachtet ließ und lediglich die Schönheit der Titelvignette lobte. In einem Brief schrieb Schumann allerdings an die damals bereits international als Pianistin berühmte Clara: „Kreisleriana will ich es nennen, in denen Du und ein Gedanke von Dir die Hauptrolle spielen.“ Der Titel bezieht sich auf eine bedeutende literarische Figur von E.T.A. Hoffmann (1776-1822): Einen exzentrischen Kapellmeister namens Johannes Kreisler, der nichts weniger als ein fiktives Siegelbild des Dichters ist. Schumann inspirierte diese Figur zu einer Musik, die nichts humoristisch Bizarres hat, sondern mehrere Jahrzehnte vor Sigmund Freuds bahnbrechenden Schriften in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche eintaucht und finster, verzweifelt, gar nihilistisch im pianissimo possibile endet. Das etwa halbstündige Werk besteht aus acht Einzelstücken stark kontrastierenden Charakters, die jedoch durch klare tonale Verwandtschaft miteinander in Verbindung stehen. (Sechs der acht Stücke stehen in g-moll bzw. B-Dur, die restlichen zwei in quintverwandten Tonarten.) Die sich zwischen den Sätzen entsprechende Rhythmik und Metrik verleiht dem Gesamtkonzept einen klaren Rahmen. In den Sätzen 1–3 und 6–8 ist das Hauptthema jeweils auftaktig gestaltet, wohingegen die beiden anderen Sätze durch starke Punktierungen gekennzeichnet sind, was durchaus Assoziationen an neu gedachte barocke Tanzmusik hervorruft. Alle Sätze mit Ausnahme des umfangreichen rondoartigen zweiten haben eine oberflächlich betrachtet schlichte dreiteilige ABA-Form, wodurch eine zyklische Geschlossenheit entsteht. Die Musik verkörpert durchaus autobiographisch Schumanns eigene gespaltene Künstlerpersönlichkeit, die er selbst oft durch seine fiktiven Alter Egos Florestan (stürmisch, leidenschaftlich, extrovertiert) und Eusebius (träumerisch, zart, introvertiert) ausdrückte. Nach gegenwärtigem Forschungsstand litt Robert Schumann tatsächlich unter einer psychischen Krankheit, die heute als bipolare Störung (auch manisch-depressiv) bezeichnet wird und durch heftige, extrem schwankende Gemütszustände gekennzeichnet ist. Zusammen mit den Spätfolgen einer Syphilis sowie einem wahrscheinlichen Alkohol-Delir führte diese Veranlagung zu einem vollständigen seelisch-körperlichen Zusammenbruch und dem viel zu frühen Tod mit nur 46 Jahren in der Nervenheilanstalt Endenich.
Zum Pianisten: Chanwon Park, geboren 2002 in Seoul, Südkorea, begann im Alter von elf Jahren mit dem Klavierspiel. Er absolvierte die renommierten koreanischen Musikschulen Yewon School und Seoul Arts High School. Anschließend studierte er an der Seoul National University, wo er bei einigen der renommiertesten Wettbewerbe Koreas, darunter dem JoongAng Music Concours, dem KBS KEPCO Music Competition und dem Sungjeong Music Competition, erste Preise und Auszeichnungen erhielt. International gewann er den zweiten Preis beim Young Virtuosos International Competition in Sofia und erreichte die Hauptrunde des Leeds International Piano Competition in Großbritannien. Er trat bei zahlreichen internationalen Musikfestivals auf, darunter beim Amalfi Music Festival in Italien und beim Kaohsiung Music Festival in Taiwan. In München ist er außerdem als Solist bei den Residenzsolisten München tätig und hat bereits zahlreiche Klavierabende sowie Konzerte mit Orchester gegeben. Nach seinem Abschluss an der Seoul National University absolviert er derzeit ein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Adrian Oetiker.
Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52/Ecke Waldhornstraße München-Hartmannshofen
Foto: Irene Bauer-Conrad
Die Arbeiten entstehen in Öl auf Aluminium-Dibond und bewegen sich im Spannungsfeld
zwischen gestischer Malerei und urbaner Spurensuche. Ausgangspunkt sind die vielschichtigen Zeichen, die Menschen im öffentlichen Raum hinterlassen – bewusst
oder unbewusst: Kratzer, Graffiti, Abrieb, Übermalungen, Reste von Plakaten oder
zufällige Einschreibungen der Zeit.
Die Malerei versteht sich als Reflexion über das Sichtbare und das Verborgene: Was bleibt von menschlichem Handeln zurück? Welche Zeichen überdauern, welche verschwinden?
Die Ausstellung geht vom 03.10.2026 bis 18.10.2026. Die Öffnungszeiten sind samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter ist die Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e.V. Kuratoren: Irene Bauer-Conrad, Fabian Vogl
Die Arbeiten entstehen in Öl auf Aluminium-Dibond und bewegen sich im Spannungsfeld zwischen gestischer Malerei und urbaner Spurensuche. Ausgangspunkt sind die viel-schichtigen Zeichen, die Menschen im öffentlichen Raum hinterlassen – bewusst oder unbewusst: Kratzer, Graffiti, Abrieb, Übermalungen, Reste von Plakaten oder zufällige Einschreibungen der Zeit.
Diese Spuren werden nicht dokumentarisch übernommen, sondern in einen malerischen Prozess übersetzt. Gestische Setzungen, Überlagerungen und Verdichtungen verwandeln
sie in autonome Bildräume, in denen sich Erinnerung, Bewegung und Materialität mitein-ander verbinden. Das Aluminium-Dibond dient dabei nicht nur als Bildträger, sondern
als widerständige Oberfläche, die den Dialog zwischen Farbe, Struktur und Geste verstärkt. Die urbanen Zeichen verlieren ihre ursprüngliche Funktion und werden zu Archetypen
menschlicher Präsenz. Sie erzählen von Aneignung, Vergänglichkeit, Wiederholung und dem elementaren Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen. In der Abstraktion lösen sie sich von ihrem konkreten Ursprung und eröffnen einen universellen Bildraum, in dem individuelle Erfahr-ungen und kollektive Erinnerungen aufeinandertreffen.
Die Malerei versteht sich als Reflexion über das Sichtbare und das Verborgene: Was bleibt von menschlichem Handeln zurück? Welche Zeichen überdauern, welche verschwinden? Die Bilder machen diese flüchtigen Einschreibungen sichtbar und begreifen sie als zeitlose Formen menschlicher Existenz – als archetypische Spuren, die sich im Bild spiegeln und immer wieder neu gelesen werden können.
Annabelle Mehraein * 1974, in München, arbeitet und lebt in München 2002-10 Studium der Malerei und Grafi k bei Professor Sean Scully und Professor Günther Förg an der Akademie der Bildenden Künste, München 2009 Meisterschülerin von Professor Günther Förg
Ausstellungen (Auswahl): 2025: Silver Lining – Galerie Markt Bruckmühl, Bruckmühl 2021: postponed – Neue Galerie Landshut 2020: Boxenstop II – Pinakothek der Moderne München inhabit – Artothek (Solo) 2019: Super Books – Haus der Kunst, München 2018: 2 x Förg – Kunstraum, München 2014: 5. Grafikpreis – Horst-Janssen-Museum, Oldenburg Treu & Horror – Debütantenausstellung Gedok, München Bienvenue – Galerie Matthias Jahn, München 2009: Malerei ist immer abstrakt – Zweiggalerie Pinakothek der Moderne, Augs. u. München
Preise/Stipendien: Stipendium zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (FFL) (2022) Debütantenpreis mit Katalogförderung (2014) Atelierförderungen (Regierung OBB 2018-22, LH München 2010-14)
Sammlungen: 2007 Bayerische Staats- und Gemädesammlungen 2018 und 20, Artothek und Bildersaal, LH München
KulturSoiree am Samstag, 24.10. 2026, 17:00-19:00 Uhr
Stadtbibliothek Pasing Bäckerstraße 9
Foto: privat
Am 24. Oktober um 17 Uhr lädt das Kulturforum München-West wieder zur traditionellen KulturSoiree in den Räumen unseres Kooperationspartners, der Stadtbibliothek Pasing, ein. Heuer steht Ungarn im Mittelpunkt, denn nach Imre Kertez (2002) hat mit Laszlo Krasznahorkai letztes Jahr erneut ein ungarischer Autor den Literaturnobelpreis erhalten. Seine oft düsteren Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, er bekam zahlreiche Preise und internationale Ehrungen. Typisch für Krasznahorkais Prosa sind lange, oft absatzlose Satzströme in einer Sprache von sinnlicher Intensität, wie Kritiker formulieren. Einige Textbeispiele werden von dem Schauspieler Silvester von Hösslin vorgetragen. Davor bekommen Sie von Matthias Bonigut authentische Hintergrundinformationen über „Land und Leute“. Elisabeth Macan erzählt von der Feier zum 250. Geburtstag Goethes am 28. 8. 1999 in Budapest vor dem Goethe Institut, bei der Krasznahorkai eine Torte verteilte.
Sie hat als Ungarndeutsche lange in Ungarn gelebt und den Autor mehrmals getroffen. Ebenso haben Evi und Dr. Dieter Ortmann für das Goethe-Institut in Budapest gearbeitet, sie können gerne zu ihren Eindrücken befragt werden.
Bei einem kleinen landestypischen Imbiss ist Gelegenheit zum Austausch und Diskussion.
Die Veranstaltung in der Bäckerstraße 9 geht von 17 – 19 Uhr und kostet 12 Euro für Mitglieder bzw. 15 Euro für Nichtmitglieder. Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldungen sind bis spätestens zum 20. Oktober erforderlich: einladungen@kulturforum-mwest.de.
In der ungarischen Literaturgeschichte gilt die Zeit zwischen 1825 und 1848 - die sog. Reformzeit vor 200 Jahren - als eine Glanzzeit der ungarischen Literatur. Wir machen aber einen Sprung: Zu den wichtigsten Autoren, die nach 1945 zu schreiben begannen, gehören Imre Kertez (1929–2016), György Konrad (1933–2019), Péter Nadas (* 1942), Péter Esterházy (1950–2016) undLászló Krasznahorkai (* 1954). Zwei davon sind Literatur-Nobel-preisträger.
Imre Kertész, Überlebender des KZ Auschwitz-Birkenau, verarbeitete diese Erfahrung in seinem „Roman eines Schicksallosen“, an dem er von 1960 bis 1973 (auf deutsch erschienen 1975) arbeitete. Er erhielt 2002 den Nobelpreis für Literatur für, so die Laudatio, „ein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet“. Wie viele andere Schriftsteller dieser Zeit hat Kertész enge Kontakte zur deutschsprachigen Kultur und ist selbst Übersetzer aus dem Deutschen ins Ungarische.
László Krasznahorkai entstammt einer ungarischen jüdischen Familie. Er ist einer der innovativsten Schriftsteller Europas, seine Werke werden begeistert aufgenommen und wurden mittlerweile in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Seine internationale Beachtung begann 1993 in Deutschland, zu dem er enge Beziehungen hatte und die sich sowohl in seiner Biografie als auch in seinem literarischen Werk widerspiegelt. Er spricht fließend Deutsch, besaß zeitweise einen deutschen Pass, lebte im Rahmen seiner Wanderjahre lange Zeit in Berlin (als DAAD-Stipendiat). Krasznahorkai bekam viele wichtige Preise und Auszeichnungen und erhielt 2025 für seine visionären und kraftvollen Romane den Nobelpreis für Literatur. Die Auszeichnung erhielt er laut Jury-Begründung „für sein dringliches und visionäres Werk, das inmitten apokalyptischer Schrecken die Macht der Kunst bekräftigt“.
Typisch für Krasznahorkais Prosa sind lange, oft absatzlose Satzströme – eine Sprache von sinnlicher Intensität und zugleich düsterem Inhalt. Die inneren Monologe und Bewusstseinsströme der Protagonisten sind bei Krasznahorkai Komposition, Rhythmus und Klang.
Seine berühmten Hauptromane bestehen oft aus extrem langen, atemlosen Bandwurmsätzen, was das laute Vorlesen sehr anspruchsvoll macht, um den rhythmischen Sog der Endlos-Sätze auf das Publikum wirken zu lassen . Seine oft seitenlangen Bandwurmsätze fordern dem Vorlesenden extreme Konzentration und Atemtechnik ab. Krasznahorkai baut oft eine hypnotische, fast rhythmische Sogwirkung auf. Er schreibt in langen, dichten Absätzen ohne jegliche Pause. Das erfordert viel Ausdauer - auch beim Lesen und Zuhören.
Sein erster Roman „Satanstango“ (1985) gilt als Abgesang auf das Ungarn der späten kommunistischen Jahre, „Melancholie des Widerstands“ als schonungslose Anatomie der Trostlosigkeit. Er wurde auch verfilmt.
„Herrscht“ (2021) hat 400 Seiten und besteht aus ganzen 17 Sätzen ohne Kapitel oder gar Absätze. Die Geschichte seziert die deutsche Gesellschaft und thematisiert das Erstarken von Neonazi-Gruppen in Thüringen - verknüpft mit der Musik von Johann Sebastian Bach, eine Homage an Bach. In seinem neuesten Buch, das kürzlich auf deutsch erschienen ist, „Szömle ist weg“ thematisierte er sogar die deutsche Reichsbürgerszene.
Im letzten Jahr hatten wir einen interessanten Gast beim KulturStammtisch, den Historiker und Archivar Albert Knoll. Er ist Gründungsmitglied des „Vereins Forum Queeres Archiv München e.V. - LesBiSchwulTransInter* in Geschichte und Kultur (FQAM)“ und seither dessen Vorstand. Sie sind herzlich zu der Führung ins Queere Archiv eingeladen.
Eine Anmeldung unter einladungen@kulturforum-mwest.de. ist wegen der auf 20 begrenzten Plätzen erforderlich, Treffpunkt ist um 17 Uhr in den Räumen des Archivs. Wir bitten um 5 € Teilnahmegebühr. Eine Spendendose für das Archiv steht bereit.
Foto: A. Knoll/Queeres Archiv
Derzeitige zentrale Aufgabe ist der Aufbau, die digitale Erfassung und online-Präsentation einer Bibliothek und einer Archivsammlung zum Thema LGBT mit regionalem Sammlungsschwerpunkt. Der Verein veranstaltet regelmäßig Vorträge, biografische Erzählcafés, Ausstellungen, themenbezogene Stadt- und Gedenkstättenführungen und stellt seine Sammlung für Forschung und Lehre zur Verfügung. Er beteiligt sich an städtischen Gedenk- und Informationsprojekten, wie dem NS-Dokuzentrum oder der Gedenkinstallation für verfolgte Schwule und Lesben im Nationalsozialismus. Der Verein beteiligt sich in lokaler, bundesweiter und internationaler Kooperation an Forschungs- und Dokumentationseinrichtungen. Die Aktivitäten des Forums Homosexualität richten sich auf die Durchführung von Interviews, die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und Biografien.
Vom 05. bis 10. November, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr
Kirche St. Hildegard Paosostr. 25
Bild: V. Hafenbrädl
Das Kulturforum München-West veranstaltet in Kooperation mit dem Pfarrverband Pasing vom 5. bis 10. November jeweils von 17 bis 18.30 Uhr eine Lichtinstallation DYADE von Vanessa Hafenbrädl in der Kirche St. Hildegard Paosostr. 25 in Pasing. Der Eintritt ist frei.
Dyade – mundgeblasenes Glas / Musik / Projektion / Zeit
Eine Dyade markiert den Übergang von Einheit zu Vielheit und zeigt, dass Bedeutung im Verhältnis, in Resonanz und mit dem Gegenüber entsteht. In St. Hildegard komponierte der Künstler Georg Meistermann mit dem Glas eine Farbpolyfonie.
Wir treten mit dem Raum in Dialog. Ein mundgeblasener Spiegelglaszylinder nimmt die Farben der gestalteten Fenster auf, eine Waveform setzt Musik in Licht um, der Spiegelzylinder dreht sich langsam. Die Farben verschieben sich und visualisieren so ein Geheimnis, das jede Beziehung in sich trägt.
Der Raum wird zum Resonanzraum aus Licht, Klang, Architektur, Mensch und Zeit.
Die Installation verändert sich mit dem Übergang vom Tag zur Nacht und erscheint zu Beginn des Abends anders als am Ende. Dyade kann ausschließlich während der Dämmerung erlebt werden.
Vanessa Hafenbrädl hinterfragt weibliche Archetypen und bricht mit gängigen Rollenbildern. Ihre Arbeit löst sich von Kategorie, Herkunft, Geschlecht und Spezies. Seit 2016 erreichen ihre großformatigen Videoinstallationen im öffentlichen Raum ein vielfältiges Publikum und erweitern dessen Perspektiven. Hafenbrädl schafft Resonanzräume unter Einsatz von Videomapping, Glas, Musik und Storytelling.
Zusammen mit dem Förderverein des Karlsgymnasiums laden wir Sie ein zu einem Cello-Fest mit dem renommierten Cellisten Wen-Sinn Yang und fünf herausragenden jungen Talenten aus verschiedenen Ländern: Yung-Tzu Wang, Alex Lau, Tzu-Shao Chao, Sarah Moser und Balázs Dolfin. Gemeinsam präsentieren sie ein faszinierendes Programm mit Werken von Edvard Grieg, Gioachino Rossini, Antonín Dvořák, Manuel de Falla und anderen – voller Leidenschaft, Virtuosität und kammermusikalischer Spielfreude. Ein Programm, das die ganze Klangvielfalt des Violoncellos erlebbar macht.
Wir freuen uns, dass dieses Konzert in der neuen Aula des Karlsgymnasiums stattfinden kann. Dieser Neubau ist sehr gelungen und er bietet – neben einer hervorragenden Akustik – auch etwas mehr Platz für die Konzertbesucher. Ermöglicht haben das unser Mitveranstalter, der Förderverein des Karlsgymnasiums, sowie Herr Oberstudiendirektor Dr. M. Ludolph.
Eintritt: € 28; ermäßigt für Vereins-Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 5 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
Wen-Sinn Yang, gefeierter Weltstar und seit 2004 Professor für Cello an der Hochschule für Musik und Theater in München, gilt als einen der vielseitigsten Cellisten der Gegenwart. Neben seinem Wirken als international geschätzter Solist unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Shiao-Chia Lü, Grzegorz Nowak, Daniel Klajner, Yukata Sado oder Michael Hofstetter und mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Shanghai Symphony, dem NHK Tokyo, dem Royal Philharmonic Orchestra London und dem Russischen Staatsorchester Moskau, ist Wen-Sinn Yang auch ein begehrter Kammermusikpartner. Sein breitgefächertes Repertoire ist auf über 30 CDs dokumentiert.
Programm: Edvard Grieg, Holberg-Suite Opus 40 Gioacchino Rossini, Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ Antonín Dvořák, Slawischer Tanz Opus 72 Nr.2 David Popper, Polonaise de Concert Opus 14 Viktor Herbert, Yesterthoughts, Ghazel und Punchinello Fazil Say, Alla Turca Jazz George Bizet, Carmen-Fantasie Manuel de Falla, Suite populaire Espagnole Enrique Mario Francini, La vi llegar Wilhelm Kaiser-Lindemann, Bossa nova und Mambo für 6 Celli
Wege zur neuen Spielstätte
Das Karlsgymnasiums ist ab Pasing Bahnhof sehr gut mit MVV-Bussen zu erreichen: Bus 160 (-> Waldfriedhof), Halt: Avenariusplatz, 5 Minuten Fußweg Bus 56 (-> Fürstenried West), Halt Engelbertstraße, 11 Min. Fußweg durch den Park Bus 57 (-> Laimer Platz), Halt Engelbertstraße, 11 Min. Fußweg durch den Park Bus 259 (-> Martinsried), Halt Planegger Straße, 9 Min. Fußweg durch den Park
Das Kulturforum München-West macht wieder am Tag des Todeszugs nach Kaunas 1941eine Gedenkveranstaltung am gebeugten leeren Stuhl, der Skulptur von Blanka Wilchfort und Marlies Poss am Pasinger Rathaus. Das Mahnmal symbolisiert das Fehlen der jüdischen Menschen, die keinen Platz in ihrer Gesellschaft mehr hatten. Es wurde 2015 dort fest aufgestellt und erinnert an die Jüdischen PasingerInnen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, in den Selbstmord getrieben und ermordet wurden. Mit dieser Gedenkstunde soll die Erinnerung lebendig gehalten werden, getreu dem Zitat von Elie Zwiesel „Zu vergessen heißt sich abwenden, zu vergessen heißt verleugnen“
Heuer geht es in einem Beitrag um „Juden in Pasing nach 1945“, Doris Barth von der „Geschichtswerkstatt Jüdisches Leben“ stellt das Hilfswerk Vaad Hatzala vor, das in Pasing sein Büro und Verteilungszentrum hatte. Almuth David, ebenfalls Mitglied der Geschichtswerkstatt, zeigt dazu Bilder und eine Gedenktafel für die Pasinger Opfer der Shoah.
Raoul Koether, Vorstandsmitglied im Kulturforum und Mitglied im Bezirksausschuss 21, wird als Beauftragter gegen Rechtsextremismus sprechen.
Auch SchülerInnen des Elsa-Brändström-Gymnasiums machen bei der Veranstaltung mit, ein Fagott begleitet die Gedenkstunde musikalisch.
Die Veranstaltung ist am Eingang an der Rathausgasse und in den Räumen des Rathauses, kostenfrei und ohne Anmeldung, Gäste sind herzlich willkommen.
Seit 2022 gibt es den gemeinnützigen Verein „Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl e.V.“, in dem unterschiedlichste Vertreter:innen der Münchner Stadtgesellschaft zusammengefunden haben. Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl
Am 27. Januar 2027 wird es eine Gedenkveranstaltung am Gebeugteen leeren Stuhl bzw. in der Kirche Leiden Christi in Obermenzing geben.
Es erwartet Sie wieder ein spannender Abend mit Franz Schiermeier. Der Niederbayer ist Architekt, Verleger, Stadtführer und Stadtforscher sowie Experte für Münchens Geschichte: Er kartiert Stadtbäche und Stadtviertel, berät Initiativen und zeigt, wie Planungsgeschichte die Stadt bis heute prägt. Franz Schiermeier gründete 2003 seinen Ein-Mann-Verlag mit Schwerpunkt zur Münchner Stadtgeschichte. Inzwischen sind gut 150 Bücher erschienen. Davor war er langjähriger Assistent an einem Architektur-Lehrstuhl der TU München. Der Architektur-Experte stellt uns den Architekten und Bauunternehmer Bernhard Borst vor, der besonders mit seiner neuartigen Wohnsiedlung „Borstei“ bekannt wurde, die er von 1924 – 1929 erbaute. Auch in Pasing und Obermenzing sind Häuser im „modern-historisierenden Stil“ von ihm zu sehen. Am Tag des offenen Denkmals wurden einige davon besichtigt.
Der Vortrag ist um 19 Uhr im Ebenböck-Haus, Ebenböckstraße 11. Der Eintritt kostet für Mitglieder 12 €, für Nichtmitglieder 15 €. Anmeldung erbeten einladungen@kulturforum-mwest.de.
Auch das Jahr 2027 beginnen wir mit Schuberts Winterreise, diesmal schon zum 12. Mal. Aber diesmal ist die Besetzung ungewöhnlich. Seit 2016 singt zum ersten Mal wieder eine Frau diesen Liederzyklus in unserer Reihe: die Mezzosopranistin Isabel Grübl. Die in Nürnberg geborene Sängerin ist für ihr besonderes und dunkles Timbre bekannt und konzertierte bereits mit namhaften Orchestern, wie der Kammerphilharmonie Ingolstadt, dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg, dem Detmolder Kammerorchester und den Bamberger Symphonikern. Auch im Konzertbereich ist sie deutschlandweit und darüber hinaus unterwegs, dabei reicht ihr Repertoire vom Barock bis hin zu zeitgenössischen Werken. Begleitet wird sie am Klavier von dem bekannten und kongenialen Liedbegleiter Gerold Huber.
Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
2019 spielten Jakob Spahn und Jonathan Aner sämtliche Sonaten für Klavier und Violoncello von Ludwig van Beethoven in unserer Reihe. Natürlich steht im Beethoven-Jahr 2027 (200. Todestag) auch wieder ein Werk dieses Meisters auf der Liste, aber diesmal sind fünf weitere Komponisten in einem abwechslungsreichen Programm vertreten. Jakob Spahn war Stipendiat der „Karajan-Akademie“ bei den Berliner Philharmonikern, hat verschiedene Wettbewerbe gewonnen und kam 2011 als Solocellist zur Bayerischen Staatsoper. Konzertreisen führten ihn durch Europa, Asien, Nord-und Südamerika. Als Professor lehrt er an der Musikhochschule Nürnberg und gibt regelmäßig Meisterkurse bei renommierten Festivals.
Foto: Felix Broede
Der Pianist Jonathan Aner trat im In- und Ausland mit führenden Orchestern auf, war Gast bei verschiedenen Festivals und konzertierte als Solist oder mit Kammermusik-Ensembles in Europa, Asien und Australien. 2024 erhielt er den Opus Klassik Preis. Seit 2010 ist er Professor für Klavierkammermusik und Leiter des Zentrums für Kammermusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Programm: Ludwig van Beethoven, Zwölf Variationen über das Thema „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Mozarts 'Zauberflöte', Op.66 für Cello und Klavier Felix Mendelssohn-Bartholdy, Sonate Nr.1 B-Dur, op.45 für Cello und Klavier Paul Ben-Haim, Drei Lieder ohne Worte op.30 für Violoncello und Klavier Nadia Boulanger, Trois pièces für Violoncello und Klavier Bohuslav Martinu, Cellosonate No.3 H.340 für Violoncello und Klavier
Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
Wir haben ein „tolles Duo“ (Paola De Piante Vicin) engagieren können: Luis Gonzales Llado, geboren in Madrid, studiert seit 2025 in der Meisterklasse der Hochschule für Musik und Theater München Neue Musik mit dem Hauptfach Klavier bei Prof. Adrian Oetiker. Aimar Tobalina Llamas (Geige) studiert ebenfalls in der Meisterklasse, allerdings an der Sibelius Akademie der University of the Arts in Helsinki. Die beiden haben für dieses Konzert ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Johannes Brahms (1833-1897) Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 Op. 100 in A-Dur (1886)
Arnold Schönberg (1874-1951) Phantasy for Violin with Accompaniment of the Piano Op. 47 (1949)
Joaquín Turina (1882-1949) Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 Op. 82 in G-Dur "Sonata española" (1934)
Maurice Ravel (1875-1937) Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 M. 77 in G-Dur (1927)
Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10 Karten nur an der Abendkasse. Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
Aimar Tobalina (* 2003) ist ein spanischer Geiger, der in Helsinki lebt und wirkt. Dort absolviert er derzeit sein Masterstudium an der Sibelius-Akademie bei Réka Szilvay und Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch. Nach seiner Ausbildung in Bilbao bei Carmen Gutiérrez und Laura Delgado schloss er 2024 sein Bachelorstudium in Finnland ab. Er war Gründungsmitglied des Ainola Quartets, mit dem er bei renommierten Festivals auftrat und 2025 das Finale des Internationalen Kammermusik-Wettbewerbs Antón García Abril erreichte. Seine kammermusikalische Tätigkeit reicht von Schubert, Schostakowitsch und Ligeti bis hin zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen. Als Orchestermusiker wirkte er als Konzertmeister des Helsinki Metropolitan Orchestra sowie des Orquesta de la Catedral von Bilbao und arbeitet regelmäßig mit der Tapiola Sinfonietta zusammen. Wichtige Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Musikern wie Christian Tetzlaff, Kerson Leong und Mario Hossen. Zudem wirkte er an verschiedenen Tonaufnahmen mit, darunter ein Album mit Werken von David del Puerto.
Luis González, geboren 2000 in Madrid, ist ein spanischer Pianist. Musikalisch wurde er zunächst von seinem Vater, Luciano González Sarmiento, geprägt, bevor er seine pianistische Ausbildung bei Javier Negrín in Madrid fortsetzte. 2019 zog er nach München, um an der Hochschule für Musik und Theater München den Bachelor of Music in der Klasse des Schweizer Pianisten Prof. Adrian Oetiker zu beginnen. Bei ihm absolvierte er später auch den Master of Music und begann 2025 zusätzlich den Masterstudiengang Neue Musik. Parallel dazu studiert er seit 2025 Philosophie im Bachelor of Arts an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Wesentliche künstlerische Impulse erhielt er durch Meisterkurse und Unterricht bei Vladimir Stoupel und Joaquín Achúcarro. Im Jahr 2026 wurde er mit dem Musikstipendium der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt er Förderungen von Yamaha Music Europe sowie von der Fundación Botín (Santander, Spanien). 2026 trat er als Solist unter der Leitung von Manuel Tévar im Kammermusiksaal des Auditorio Nacional in Madrid auf, wo er die Uraufführung des preisgekrönten Werkes der I Bienal de Composición „Manuel de Falla" spielte. Außerdem spielte er ein Solokonzert mit Werken der Neuen Musik im schwere reiter (München). Frühere Auftritte umfassen Konzerte beim Internationalen Festival Varna (Bulgarien, 2019 und 2025), beim Festival Estoril-Lisboa (2022) sowie in der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid (2023). Ein wesentlicher Schwerpunkt seines Schaffens ist die zeitgenössische Musik. 2022 veröffentlichte er beim Label IBS Classical das Album Preludios para un joven pianista, für das er 19 iberische und hispano-amerikanische Komponistinnen und Komponisten mit jeweils einem Werk für Klavier solo beauftragte – darunter Tomás Marco, José Luis Turina, Jesús Torres, José Luis Campana, Iluminada Pérez Frutos und David del Puerto. Zudem arbeitete er eng mit Komponisten wie José María Sánchez-Verdú, Gustavo Díaz-Jerez und Isabel Urrutia an der Interpretation und Erarbeitung ihrer Werke. Er arbeitet regelmäßig mit dem Ensemble Oktopus der Hochschule für Musik und Theater München zusammen und kooperiert mit verschiedenen Institutionen im Bereich der zeitgenössischen Musik.
Sollten Sie unter Krankheitssymptomen leiden, bleiben Sie bitte der Veranstaltung fern. Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich unter einladungen@kulturforum-mwest.de oder bei unserer Kammermusikreihe unter info@kammermusik-pasing.de . Die Teilnahme ist dann nur nach erfolgter Bestätigung möglich.