Gaststätte „Antica Osteria“ in Pasing, Nimmerfallstr. 48.
Foto: Carmen Körner.
Seit fünf Jahrzehnten prägt die Kulturpolitische Gesellschaft ( KuPoGe) den kulturpolitischen Diskurs in Deutschland. Ihr Jubiläum ist Anlass zurückzublicken – und vor allem nach vorn zu fragen: Was kann Kulturpolitik heute in einer demokratischen Gesellschaft leisten?
Im Gespräch blicken Eva Leipprand und Christian Steinau aus unterschiedlichen Generationen und Perspektiven auf die Arbeit der KuPoGe, auf aktuelle Entwicklungen der Kulturpolitik und auf die Frage, warum Kultur gerade in Zeiten geopolitischer Verwerfungen ein zentraler Pfeiler demokratischer Resilienz ist. Dabei geraten auch die Kommunen in den Blick: Dort, wo Kulturpolitik besonders konkret wird, verschärfen angespannte Haushaltslagen die Konflikte um Prioritäten, Spielräume und Zukunftsinvestitionen.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, gemeinsam ins Gespräch zu kommen: über Erfahrungen, Erwartungen und eigene Perspektiven auf Kulturpolitik – als Praxis, Haltung und Gestaltungsaufgabe für die Zukunft.
Foto: privat
Eva Leipprand (* 1947 prägte jahrelang die bayerische Kulturpolitik und amtierte von 2002 bis 2008 als Kulturbürgermeisterin der Stadt Augsburg. Von 2015 bis 2019 war sie Bundesvorsitzende im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS). Dr. Christian Steinau ist Co-Vorsitzender den Sprecher*innen-Rat der Landesgruppe Bayern der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.. Er ist Geschäftsführer des Cultural Policy Lab und entwickelt kulturpolitische Strategie und Forschungsprojekte.
Zum Essen können Sie schon früher kommen, es ist ab 18.30 Uhr reserviert.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Gäste sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion.
Als Zehnjähriger floh Caro Matzkos Vater aus Ostpreußen. Er verlor seine Heimat, seine Kindheit und erlebte Dinge, die kein Mensch je vergisst.
Achtzig Jahre später reist seine Tochter seine Fluchtroute zurück, auf der Suche nach Antworten. Sie will verstehen, warum sich die seelischen Verletzungen ihres Vaters in ihrem eigenen Leben fortpflanzen konnten. Wo liegt der Ursprung ihrer durchlebten Magersucht, ihrer Kämpfe gegen Depression und Burnout? Wie vererben sich Traumata von einer Generation auf die nächste?
Mit schonungsloser Ehrlichkeit und unerschrockenem Humor erzählt Caro Matzko von einer schmerzhaften Reise, die ihr alles abverlangt und von ihrer Suche nach Verständnis, Herkunft und Seelenfrieden.
Über Caro Matzko:
Carolin „Caro“ Matzko wurde 1979 in Ulm geboren. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Politik und Soziologie und ist heute tätig als Autorin, Journalistin und Moderatorin bei Podiumsdiskussionen, sowie im Radio und TV. Sie lebt mit ihrer Familie in München.
Bei Regen in der „Kleinen Bühne“ der Pasinger Fabrik. Regentelefon 01709350701
Eintritt: Regulär 18 €, für Studenten und Schüler 5 €, für Mitglieder des Kulturforums München-West 15 €.
Am Freitag, 19. Juni 2026 um 19 Uhr ist die Vernissage der Ausstellung mit Bildern von Stefanie Müller und Daniel Schüßler
Ausstellung in der Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52/Ecke Waldhornstraße München-Hartmannshofen
Mit Bildern von Stefanie Müller und Daniel Schüßler
Foto: Daniel Schüßler
Foto. Stefanie Müller
Ein großer Teil unserer gemeinsamen Arbeit findet unter freiem Himmel statt. In der Auseinandersetzung mit der Pleinairmalerei haben wir bereits einige traditionsreiche Orte besucht, wie beispielsweise Westkapelle und DenHaag in den Niederlanden, die Lombardei in Oberitalien oder das Würmtal im Münchner Westen.
In unserer Arbeit spielt nicht nur die zeitgenössische Rezeption und Wiedergabe der Natur eine besondere Rolle, sondern auch der künstlerische Dialog zwischen einander und die gemeinsame bildnerische Auseinandersetzung mit der erlebten Landschaft. Die Arbeit in der Natur bietet uns die Möglichkeit, sich mit ihr zu verbinden, Zeit erfahrbar zu machen und Räume in Flächen zu übertragen.
Die Ausstellung geht vom 20.06.2026 bis 5.07.2026. Die Öffnungszeiten sind samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter ist die Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e.V. Kuratoren: Irene Bauer-Conrad, Fabian Vogl.
Besonders wichtig erscheint uns dabei die Idee des künstlerischen Diskurses mit der Landschaft als Instrument der Erkundung, der Selbst- und Welterkenntnis. Entlehnt ist diese Kulturtechnik von den Künstlerinnen und Künstlern, die bereits im 19.Jahrhundert versucht haben, der dynamischen Gegenwart der industriellen Revolution etwas entgegensetzten. Jetzt, zu Beginn des 21.Jahrhunderts, in dem die digitale Revolution Wirklichkeit wird und ein Großteil der Menschen ihr Leben online verbringen, sehen wir unsere Hinwendung zur Landschaftsmalerei und unsere Arbeit im Naturraum als Möglichkeit, sich seiner Selbst rückzuversichern, sich zu verorten und in einem Zeitalter der Beschleunigung den Überblick zu behalten.
Vita Stefanie Müller:
*1978 in Aalen
lebt und arbeitet in Herrsching
Ausbildung
1998 – 2004
Studium der Philosophie an der Hochschule der Philosophie München, Magister Artium
2005 – 2011
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München Prof. Albert Hien
Ab 2016
Kunstpädagogin am Otto–von–Taube–Gymnasium Gauting
Vita Daniel Schüßler:
*1976 in München
lebt und arbeitet in Herrsching
Ausbildung
10/2002 – 07/2009
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München
10/2002 – 07/2005
Prof. Nikolaus Lang, Klasse für Malerei, insbesondere Gestalten von Kunst- und Kulträumen
10/2005 – 07/2008
Klasse Prof. Nikolaus Gerhart, Klasse für Bildhauerei
02/2009
Diplom (alte Studienordnung) bei Prof. Nikolaus Gerhart
10/2019 – 02/2020
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München Klasse Prof. Olaf Nicolai Bildhauerei und Grundlagen des dreidimensionalen Gestaltens
02/2020
Diplom (neue Studienordnung) bei Prof. Olaf Nicolai
10/2021
Studium der Kunstpädagogik Klasse Quereinstieg bei Prof*in Dr. Ursula Rogg
Im Juli letzten Jahres wurde das Kunstprojekt „Menzinga“ des Künstlers Martin Blumöhr eingeweiht. Die ca 800m² großen Wandarbeit in der Unterführung direkt am S-Bahnhof Untermenzing hat er in drei Jahren mit Aspekten zum Stadtviertel und seiner Umgebung gestaltet.„Man wandelt in "Menzinga" in einem, wenn nicht dem größten,von einem einzelnen Künstler gestalteten Wandbild Münchens - und sozusagen im Flussbett der Würm, sieht das Untermenzing aus Perspektive des Flusses“, wie Blumöhr meint. „Ich arbeite direkt aus den Kopf heraus, ohne Vorzeichnung und inspiriert durch das Gespräch mit den vorbeilaufenden Menschen in einer Kombination aus Lack und Tusche – Malerei“.
Foto: Martin Blumöhr
Martin Blumöhr ist bekannt für die großformatigen Wandarbeiten seiner Serie „Public Viewing“, die er im öffentlichen Raum im Dialog mit Passanten gestaltet und dabei Bezug auf den Umgebungsort, seine Geschichte und seine Geschichten, seine Bewohner und seine architektonischen sowie institutionellen Besonderheiten nimmt. Er ist Absolvent der Akademie der bildenden Künste München und war Meisterschüler sowie Assistent des renommierten Wiener Künstlers Ernst Fuchs, Mitbegründer des phantastischen Realismus.
Foto: Martin Blumöhr
Das Kunstwerk „Menzinga“ gliedert sich in zwei Bereiche auf: Einerseits das glasüberdachte "Florarium", das als eine Art Intro eher die Gefühls - und Gedankenwelten beim Wandeln an der Würm beschreibt und ihre Schönheit feiert. Andererseits die eigentliche Unterführung mit den Aspekten zum Stadtteil, seinen Bewohnern, historischen, architektonischen und institutionellen Besonderheiten.
Treffpunkt ist oben an der S-Bahn-Haltestelle um 17 Uhr. Die Teilnahme kostet 10 Euro für Mitglieder, für Gäste 12 Euro. Dauer etwa 1,5 Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kirche St. Wolfgang Obermenzing, Pippinger Str. 49a
Foto: Barbara Burgdorf
Unser Publikum darf sich bei den Konzerten des Schumann Quartetts stets doppelt freuen: Zum einen auf die spieltechnische und interpretatorische Brillanz der Darbietung und zum anderen auf ein exquisites Programm. Beim Konzert am 7. Juni kommt die wundervolle Spielstätte hinzu, die alte Dorfkirche St. Wolfgang mit ihrer authentischen gotischen Ausstattung und ihrer hervorragenden Akustik.
Auf dem Programm stehen Franz Schubert, Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 „Rosamunde“ Benjamin Britten, Streichquartett Nr. 2 C-Dur op. 36.
Das Schumann Quartett München spielt seit seiner Gründung 1994 in unveränderter Besetzung mit Barbara Burgdorf, 1. Violine, Traudi Pauer, 2. Violine, Stephan Finkentey, Viola, und Oliver Göske, Cello. Alle sind sie langjährige Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters, Barbara Burgdorf als Konzertmeisterin und Stefan Finkentey als stellvertretender Solobratscher. Seither folgten Einladungen zu Konzerttourneen und Festivals in Europa, Japan und den USA. Das Ensemble widmet sich, neben dem weit gefächerten gängigen Quartett-Repertoire, selten zu hörenden Kompositionen sowie Uraufführungen und experimentellen Werken.
Eintritt: 28 €, ermäßigt für Mitglieder 23 €, für Schüler und Studierende unter 30 J. 10 €. Karten nur an der Abendkasse. Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de.
Das Musikleben in Wien im frühen 19. Jahrhundert war stark geprägt von den großen „Wiener Klassikern“ Haydn, Mozart und Beethoven. Als Geiger und Bratscher im Orchester des Wiener Stadtkonvikts und im häuslichen Streichquartett lernte Franz Schubert deren Symphonien und Quartette kennen. Bereits als Dreizehnjähriger schrieb er 1810 sein erstes Streichquartett, neun weitere komponierte er bis 1816 für das Familienquartett, bevor eine längere Pause folgte.
Im Winter 1822/23 an Syphilis erkrankt, schrieb Schubert am 31. März 1824 an seinen Freund Leopold Kupelwieser, der damals gerade in Rom war: „Denk Dir einen Menschen, dessen Gesundheit nie mehr richtig werden will ... dessen glänzendste Hoffnungen zu Nichte geworden sind, dem das Glück der Liebe u. Freundschaft nichts biethen als höchstens Schmerz, dem Begeisterung (wenigstens anregende) für das Schöne zu schwinden droht, und frage Dich, ob das nicht ein elender, unglücklicher Mensch ist? - ,Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer, ich finde sie nimmer u. nimmermehr', so kann ich jetzt wohl alle Tage singen, denn jede Nacht, wenn ich schlafen geh, hoff ich nicht mehr zu erwachen, u. jeder Morgen kündet mir nur den gestrigen Gram“. Im selben Brief spricht er aber auch von einer erstaunlichen Willenskraft: „In Liedern habe ich wenig Neues gemacht, dagegen versuchte ich mich in mehreren Instrumentalsachen, denn ich componirte zwei Quartette für Violinen, Viola und Violoncello und ein Octett, und will noch ein Quartett schreiben; überhaupt will ich mir auf diese Art den Weg zur großen Sinfonie bahnen.“
Bei den beiden bereits fertiggestellten Quartetten handelt es sich um die großen Streichquartette a-Moll D 804 „Rosamunde“ und d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“, die bei einer fast symphonischen Anlage Schuberts Stimmungssschwankungen erkennen lassen.
So wird gleich im ersten Satz das verzweifelte Moll-Thema in Dur wiederaufgegriffen, wie ein Moment des Trostes. Die einleitende Ostinato-Figur der zweiten Violine erinnert, verstärkt durch die pochenden Unterstimmen, an die Klavierstimme von „Gretchen am Spinnrade“, deren erste Zeilen „Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer“ Schubert in obigem Brief zitiert.
Wie bei „Der Tod und das Mädchen“ hat sich Schubert im 2. Satz von einer eigenen früheren Komposition inspirieren lassen, der Beginn des Andante ist ein fast wörtliches Zitat aus seiner Schauspielmusik zu "Rosamunde, Fürstin von Zypern" D 797 vom Herbst 1823. Auch der Beginn des Menuetts entstammt einer eigenen Liedkomposition, der sehnsuchtsvollen Schiller-Vertonung „Die Götter Griechenlands“ D 677, die mit der Frage beginnt: „Schöne Welt, wo bist du?“ Die im Lied direkt folgende Antwort "Kehre wieder, holdes Blütenalter der Natur" gibt im Quartett erst die Dur-Wendung des Trios, unterstützt von dudelsackartigen Bässen.
Durch das Umschwenken nach Moll und die von abrupten Ausbrüchen „gestörte“ überwiegend leise Dynamik wirkt auch die Dur-Fröhlichkeit des Finalsatzes gemäßigt.
Das „Rosamunde“-Quartett war dem damals absolut konkurrenzlosen Schuppanzigh-Quartett gewidmet, dessen Erstaufführung 1824 begeistert aufgenommen wurde. Es ist auch das einzige Quartett, das zu Lebzeiten Schuberts, der 1827 mit nur 31 Jahren starb, gedruckt wurde.
Benjamin Britten, 1913 in Lowestoft in Suffolk geboren, komponierte bereits seit seinem 9. Lebensjahr, unter anderem Werke für Streichinstrumente, die er den Talenten in seiner Familie – sein Bruder Robert spielte Violine – anpasste. 1927 kam er zum Kompositions- und Viola-Unterricht zu Frank Bridge, der nicht nur sein Lehrer, sondern auch ein lebenslanger Freund werden sollte. Dieser eröffnete ihm die Musik der zeitgenössischen Meister des europäischen Kontinents, u.a. die von Alban Berg. Bei seinem späteren Lehrer John Ireland am Royal College of Music in London scheint er nach eigener Aussage „nicht gerade viel gelernt zu haben." Wie die Oper „Peter Grimes“, mit der die Sadler’s Wells Opera Company ihr Theater nach dem Zweiten Weltkrieg am 7. Juni 1945 wiedereröffnete, und Brittens bekanntestes Orchesterwerk „The Young Person’s Guide to the Orchestra“, mit dem Untertitel „Variations and Fugue on a Theme ofPurcell“, entstand auch sein 2. Streichquartett im Jahr 1945, drei Jahre nach der Rückkehr aus den USA, wohin der erklärte Pazifist 1939 ausgewandert war. Im Juli war Britten gemeinsam mit Yehudi Menuhin auf einer Tournee durch die britische Besatzungszone, die auch Konzerte vor den Überlebenden deutscher Konzentrationslager, wie etwa Bergen-Belsen, einschloss. Erst kurz vor seinem Tod teilte er dem Sänger und sehr guten Freund Peter Pears mit, dass eigentlich alles, was er danach geschrieben hat, davon geprägt sei. Das Streichquartett Nr. 2 in C op. 36 wurde am 21. November 1945, dem 250. Todestag von Henry Purcell, der für Britten besonders wichtig war, durch das Zorian Quartett in der Wigmore Hall uraufgeführt.
Gleich der Beginn des ersten Satzes erinnert an Purcells „Fantasia Upon One Note“. Über einem Orgelpunkt der Viola, der später in Violoncello und Viola auftrittt, spielen die anderen Stimmen eine Melodie in Oktaven. Dieses Werk war ein weiterer Programmpunkt am 21. November 1945 und findet sich auch bei der ersten Schallplattenaufnahme von op. 36 wieder, bei der Britten selbst die Viola spielte. Dieser eher langsame Satz stellt drei durch das Intervall einer aufsteigenden Dezime motivisch miteinander verbundene kontrastierende Themen vor, die dann in der kurzen Durchführung verarbeitet werden. Die konzentrierte Reprise bringt dann alle drei Themen gleichzeitig. Das anschließende energische Scherzo ist eine schnelle Art Tarantella, bei der alle Streicher con sordino spielen.
Den Schlusssatz betitelt Britten mit „Chacony“, diese Satzbezeichnung findet sich auch öfter bei Henry Purcell. Eine Chaconne, manchmal auch Passacaglia genannt, ist ein Variationssatz über einem ostinaten Bassmodell. Nach einem unisono gespielten Thema mit der typischen Betonung auf die Zählzeit 2 des Dreiertaktes folgen zunächst sechs harmonische Variationen, die von einer Kadenz des Violoncellos abgelöst werden. Weiteren sechs eher rhythmisch geprägten Variationen und einer Kadenz der Viola folgen sechs kontrapunktische Variationen, und nach der Kadenz der Violine 1 beschließen die letzten drei Variationen diesen Satz und somit das gesamte Streichquartett.
Musiker:
Das aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters bestehende Schumann Quartett spielt seit seinem Gründungsjahr 1994 in unveränderter Besetzung. Mit seiner Interpretation von Béla Bartóks frühem Klavierquintett und Arnold Schönbergs 2. Streichquartett mit Sopran erregte es schon damals großes Aufsehen und folgte Einladungen zu Konzerttourneen und Festivals in Europa, Japan und den USA. Die enge Zusammenarbeit mit Sängern und Komponisten ermöglicht es dem Ensemble, neben dem weit gefächerten gängigen Quartett Repertoire, selten zu hörende Werke sowie Uraufführungen und experimentelle Werke zur Aufführung zu bringen, die über die reine Tonsprache hinaus, Video- und Sprachkunst vereinen.
Barbara Burgdorf ist Konzertmeisterin des Bayerischen Staatsorchesters und studierte bei Ulf Hoelscher, Dorothy DeLay und Rainer Kußmaul. Über die Leidenschaft für die Kammermusik hinaus, die sie in Studien bei Streichquartetten wie dem Melos Quartett, Julliard Quartett, Cleveland Quartett und Guarneri Quartett vertiefen konnte, wurde sie als Solistin mit zahlreichen Preisen, wie z.B. beim Internationalen Violinwettbewerb Premio Rodolfo Lipizer (Italien) und für Barockgeigenspiel mit dem Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele 1997 und 2007 ausgezeichnet.
Traudi Pauer studierte nach dem Abitur an der Münchner Musikhochschule Schulmusik und Violine. Nach dem Staatsexamen und künstlerischen Diplom war sie Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie, der deutschen Kammerakademie und des Münchner Bachkollegiums. Nach einem einjährigen Gastvertrag bei den Münchner Philharmonikern wurde sie 1996 Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters.
Stephan Finkentey ist aus der Freiburger Violaklasse von Ulrich Koch hervorgegangen. Seit 1988 hat er die Stelle eines Stellvertretenden Solobratschers im Bayerischen Staatsorchester inne. Während seines Studiums erhielt er den Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim/Ruhr.1984 erspielte er sich in Siena/ Italien den Premio Guido Chigi Saracini.
Oliver Göske studierte bei Klaus Storck in Hannover und Wolfgang Böttcher in Berlin. Er war Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie, ist Cellist des Schubert-Kammerensembles und seit 1989 beim Bayerischen Staatsorchester engagiert.
Gaststätte „Zum Alten Wirt“ Obermenzing, Dorfstraße 39
Foto: Thomas Dashuber
Seit Mai letzten Jahres ist Prof. Dr. C. Bernd Sucher der Vorstandsvorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde in München. Sie trägt den Namen Beth Shalom, das heißt "Haus des Friedens". Die meisten von Ihnen kennen unseren Gast als Theaterkritiker der Süddeutschen Zeitung, als Autor und als Vortragenden der Reihe "Suchers Leidenschaften". C. Bernd Sucher wird von seinen Bemühungen berichten, die beiden jüdischen Gemeinden der Stadt, eben Beth Shalom und die Israelitische Kultusgemeinde - mit ihrer Präsidentin Charlotte Knobloch -, einander näher zu bringen. Und er wird auch offenbaren, warum er sich diese ehrenamtliche Aufgabe zumutet. Zudem wird er versuchen, die Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem vielfältigen jüdischen Leben in München bekannt zu machen.
Im Anschluss an seinen kurzen Vortrag freut er sich auf Fragen und eine lebhafte Diskussion.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Zum Essen können Sie gerne schon früher kommen, es ist ab 18.30 Uhr in der Kirchenstube reserviert
Misora Ozaki, die 2025 beim ARD-Wettbewerb ins Semifinale kam und zwei Sonderpreise gewonnen hat, spielt in der Kontrapunkt Klavierwerkstatt das wohl anspruchvollste Werk für Cembalo von Johann Sebastian Bach – die Goldberg-Variationen – auf dem Klavier. Da ein moderner Konzertflügel nur eine Tastatur hat, die Musik im Original aber für zwei unabhängige Manuale geschrieben ist, müssen heutige Pianisten „tricksen“ und einen speziellen, individuell neu entwickelten Fingersatz erlernen, was enorm anspruchsvoll ist. Eintritt: € 25; ermäßigt für Mitglieder € 20, für Schüler und Studierende unter 30J. € 5 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
Eines der wenigen Werke, die zu Bachs Lebzeiten veröffentlicht wurden und sein einziges gedrucktes Variationenwerk für Cembalo, erhielt im blumig-spätbarocken Deutsch des Jahres 1741 folgenden Originaltitel:
Clavier-Übung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen. Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergetzung verfertiget von Johann Sebastian Bach.
Heute ist das Opus unter seinem populären Beinamen Goldberg-Variationen bekannt, was auf einen halb legendenhaften Bericht des ersten Bach-Biographen Johann Nikolaus Forkel zurückgeht. Bach habe das Werk für seinen Gönner Graf Hermann Carl von Keyserlingk in Dresden geschrieben, der an Schlaflosigkeit litt. Sein Hauscembalist, der damals noch jugendliche Bach-Schüler Johann Gottlieb Goldberg (1727-1756), sollte sie ihm vorspielen. Allerdings darf bezweifelt werden, dass der gerade einmal 14-jährige Goldberg diesem wohl anspruchsvollsten Cembalo-Werk seiner Zeit gerecht werden konnte.
Bach ging es vielmehr um nichts weniger, als ein ganz bewusst für die Nachwelt gedachtes Kompendium des gesamten barocken Musikdenkens zu schreiben, was typisch für seine letzte große Schaffensperiode war, die oftmals als Phase des „Sammeln und Sichtens“ bezeichnet wird. Anders als die meisten anderen Werke des Thomaskantors gerieten die Goldbergvariationen auch in den ersten Jahrzehnten nach seinem Tode nicht in Vergessenheit. E.T.A. Hofmann lässt seinen berühmten fiktiven Kapellmeister Kreisler (1814) die Variationen spielen, was für die weite Verbreitung des Stückes spricht, das auch Beethoven kannte und als Vorbild für seine eigenen Diabelli-Variationen geschätzt haben muss.
Das Werk basiert auf einer beliebten, in den 1740ger Jahren allerdings schon reichlich altertümlich wirkenden Form der barocken Cembalomusik, der Aria variata. Dabei wird ein schlichter zweiteiliger Tanzsatz (hier zweimal 16 Takte) im Dreiertakt in der Weise verarbeitet, dass jede der 30 Variationen das harmonische Gerüst der Aria über einer immer wiederkehrenden Linie im Bass beibehält. Anders als in vielen klassischen oder romantischen Variationswerken wird hier also keine Melodie variiert, was eine starke Verwandtschaft zur Gattung der Passacaglia unterstreicht, in der Bach auch ein zeitloses Meisterwerk für Orgel (BWV 582) schuf.
Der Gesamtaufbau ist einzigartig für seine Zeit: Jede der zehn Dreiergruppen des Werkes hat in sich einen klaren, immer wiederkehrenden Aufbau. Den Anfang macht ein Genrestück, entweder ein stilisierter Tanz oder eine andere im Barock bekannte Form wie Konzertsatz, französische Ouvertüre oder Fuge. In der Mitte folgt darauf immer eine deutlich vom virtuosen Cembalostil eines Domenico Scarlatti beeinflusste etüdenartige Komposition von besonderer spieltechnischer Komplexität, was die didaktische Ausrichtung des Werkes unterstreicht. Jeweils am Ende der ersten neun Dreiergruppen steht als Höhepunkt ein Kanon - eine besonders strenge kontrapunktische Kunstform, mit der sich Bach in seinem letzten Lebensjahrzehnt intensiv beschäftigt hat. Die neun Kanons steigern sich von Mal zu Mal im Intervallabstand, in dem die Stimmen einander folgen: Vom Kanon im Einklang (all’Unisono) über Kanons im Abstand der Sekund, Terz, Quart, Quint, Sext, Sept und Oktav bis hin zum Kanon in der None. Dort, wo man den Kanon in der Dezime erwarten würde, steht überraschenderweise ein sog. „ Quodlibet“, in dem Bach - durchaus mit Humor - mehrere Volkslieder übereinander erklingen lässt, darunter das auch heute noch bekannte „Kraut und Rüben haben mich vertrieben“. Bodenständiges und höchste künstlerisch-intellektuelle Verfeinerung geben sich hier die Hand, wobei der Hörer niemals das Gefühl von mühevoller kompositorischer Schwerstarbeit hat.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nahezu alle wichtigen Formen des überreichen barocken Musikkosmos in diesem wohl bedeutendsten Variationswerk exemplarisch behandelt werden. Bach spürte mit Sicherheit, dass diese Periode der Musikgeschichte als deren Vollender er sich begriff, ihrem Ende zuging und er dazu berufen war, hierfür einen denkbar würdigen Ausklang zu schaffen.
Noch eine Anmerkung zur Klaviertechnik: Da ein moderner Konzertflügel nur eine Tastatur hat, liegt eine besondere Schwierigkeit und Herausforderung darin, die im Original für zwei unabhängige Manuale geschriebene Musik auf einer einzigen Klaviatur zu spielen, was nur durch Überkreuzung bzw. Verschränkung der Hände und einen speziellen, individuell neu entwickelten Fingersatz möglich ist.
Die Künstlerin:
Misora Ozaki (*1996) begann im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen. Sie hatte ihr Orchesterdebüt im Alter von 12 Jahren mit der polnischen Philharmonie Krakowska (Klavierkonzert Nr. 2 von Saint-Saëns) und im folgenden Jahr hatte sie ihr erstes Solokonzert in Tokio. Seitdem trat sie mit zahlreichen Orchestern auf, darunter dem Minnesota Orchestra, dem Estnischen National Symphony Orchestra, der Poland Philharmonia Krakowska, dem Japan Philharmonic Orchestra und dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den letzten Jahren gab sie Konzerte in Deutschland, Österreich, England, den Niederlanden, Polen, Norwegen und in Japan. Die Möglichkeiten der Klaviermusik wurden im 20. Jahrhundert um ein vielfaches erweitert. Die Pianistin Misora Ozaki widmet sich dem Kosmos des Klaviers in der zeitgenössischen Musik, ihr Repertoire umfasst jedoch ein breites Spektrum vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Seit 2018 studiert Misora Ozaki an der Hochschule für Musik und Theater München Klavier bei Prof. Antti Siirala und seit 2023 auch Hammerklavier bei Prof. Christine Schornsheim. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, z. B. 1. Preis und den Publikumspreis im 15. Internationalen Klavierwettbewerb MozARTe in Aachen (2019), den 1. Preis beim Steinway Förderpreis Klassik in München (2023), 3. Preis und Isang Yun Preis beim Orléans International Klavierwettbewerb in Frankreich (2024) und 2025 beim ARD-Wettbewerb erreichte sie das Semifinale und gewann sowohl den Ravel-Sonderpreis als auch den Carl-Bechstein-Sonderpreis. Sie erhielt auch den Musikförderungspreis in Ingolstadt vom Konzertverein. (2024). 2022 wurde sie ausgewählt, an der Meisterklasse von Murray Perahia teilzunehmen, die vom G. Henle-Verlag in München organisiert wurde. Im selben Jahr gab sie ein Solokonzert mit Bachs Goldberg-Variationen.
Schloss Blutenburg an der Würm ist umgeben von ganz viel Grün. Aber inmitten all der Wiesen, Sträucher und Bäume wachsen auch jede Menge interessanter Kräuter! Sie werden staunen, was es da alles gibt, teils harmlos, teils giftig, teils wohlschmeckend z.B. im Salat, teils nur verarbeitet essbar. Heilkräuter jede Menge, aber welchen Teil der Pflanze nimmt man? Wurzel? Blüten? Nur die Blätter oder gar die ganze Pflanze? Und alles wächst direkt im Park an der Blutenburg, die das Pflanzliche ja auch im Namen trägt. Kommen Sie gerne mit auf diese Führung – es erwartet Sie eine Mischung aus Pflanzenbetrachtung, medizinischer Einordnung, kulturhistorischer Standortbetrachtung …...
Eine musikalische Lesung für Kinder in deutscher und ukrainischer Sprache
Sonntag, 26. April 2026, 11 und 14 Uhr
Pasinger Fabrik, August-Exter-Straße 1
Es lesen, singen und spielen Mitglieder der Bayerischen Staatsoper, Musiker des Bayerischen Staatsorchesters und der Unterstufenchor des Karlsgymnasiums München Szenen aus dem Buch und der Kinderoper Brundibár, einer Geschichte des Triumphs von Gemeinschaft und Zusammenhalt über das Böse. Am Klavier der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper.
Eine Koproduktion der Bayerischen Staatsoper und des Kultur- und Spielraum e.V./Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Pasinger Fabrik
Veranstalter: Kulturforum München-West e.V.
Kooperationspartner: Room 28 e.V. und Edition Room 28 Hannelore Brenner
Zwei arme Geschwister triumphieren mit Hilfe ihrer Freunde über den niederträchtigen Leierkastenmann Brundibár. Ein Triumph von Gemeinschaft und Zusammenhalt über das Böse. Das ist die Grundidee der Kinderoper Brundibár von Hans Krása und Adolf Hoffmeister, die1943 und 1944 über fünfzig Mal mit deportierten jüdischen Kindern im Ghetto von Theresienstadt aufgeführt wurde. Szenen aus der Oper und dem gleichnamigen Buch von Hannelore Brenner und Maria Thomaschke lesen, singen und spielen Mitglieder der Bayerischen Staatsoper, Musiker des Bayerischen Staatsorchesters und der Unterstufenchor des Karlsgymnasiums München. Am Klavier der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und Schirmherr des Projekt Vladimir Jurowski. Eine Koproduktion der Bayerischen Staatsoper und des Kultur- und Spielraum e.V./Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Pasinger Fabrik 089/888 88 06 oder kultur@kulturforum-mwest.de
Eintritt ist frei, Anmeldung unter: kjwpasing@kulturundspielraum.de, Tel.:
Zu den Urhebern der Oper: Hans Krása (1899 – 1944) studierte bei Alexander von Zemlinsky Komposition und war als Lehrer, Komponist und Dirigent tätig. Nach seiner Deportation in das Ghetto Theresienstadt orchestrierte er die 1938 entstandene Oper Brundibár entsprechend den im Lager zur Verfügung stehenden Möglichkeiten neu und führte das Werk erstmals am 23. September 1943 mit Kindern des Ghettos auf. 1944 wurde er nach Auschwitz deportiert und dort in der Gaskammer ermordet.
Adolf Hoffmeister (1902 – 1973), geboren in Prag, war Schriftsteller, Karikaturist, Illustrator, Maler, Dichter, Dramatiker, Journalist und Diplomat. Nach dem Krieg leitete er als Professor an der Prager Akademie für angewandte Kunst ein Institut für Kinderbuchillustrationen und Zeichentrickfilme
Der Schauspieler und Musiker Silvester von Hösslin ist der Vorleser beim „Speed Dating mit Büchern“, die die großen und kleinen Gäste aus dem Bücherschrank aussuchen: Einfach ein Buch holen und zuhören. Er singt und spielt bei jedem Wetter auf seiner Gitarre beim roten Bücherschrank, der dem Kulturforum gehört. Keine Anmeldung, keine Eintritt, einfach um 17 vorbeikommen und genießen.....
Mit dem Antrag zur Errichten eines „öffentlichen Bücherschranks“ in Pasing an den Bezirksausschuss 21 Pasing-Obermenzing (BA) für die Sitzung am 4. 2. 2014 fing alles an.
Nach dem Beispiel vom ersten offenen Bücherschrank in Schwabing am Nordbad sollen auch in Pasing BürgerInnen Bücher zum Tausch oder zur Mitnahme kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten mitnehmen und anbieten können - 24 Stunden und barrierefrei zugänglich ermöglicht werden.
Den Antrag haben zwei Mitglieder unseres damaligen Vorstandes, Evelyn Lang und Angela Scheibe-Jaeger, die auch Mitglieder im BA waren, gestellt. Mit Erfolg, die Genehmigung des Kreisverwaltungsreferats kam am 11.11.2015, verantwortlicher Projektleiter wurde Dr. Rüdiger Schaar, ebenfalls ehrenamtliches Mitglied im Unterausschuss Kultur und Heimatspflege im Bezirksausschuss Pasing Obermenzing und Mitglied im Kulturforum München West. Eigentümer des Bücherschranks mit allen Rechten und Pflichten ist seither das „Kulturforum München-West e. V.“, das 25 % der Gesamtkosten aus Vereinsmitteln finanziert hat. Am internationalen Welttag des Buches am 23.4.2016 fand die feierliche Eröffnung statt.
Am Donnerstag, 23. 4. 2026, dem Welttag des Buches, der seit 30 Jahren auch in Deutschland gefeiert wird, bieten das Kulturforum München-West
und die Stadtbibliothek Pasing wieder eine Mitmach-Lesung für Jung und Alt mit dem Autor und Schlagzeuger Andy Kuhn an. Er liest nicht nur aus seinen eigenen Büchern, sondern bringt auch interessante Percussionsinstrumente mit.
Das Schloss Suresnes, das auch Werneckschlößl genannt wird, liegt mitten in Schwabing und wird von der Katholischen Akademie Bayerns als Tagungsstätte genutzt. Es wurde 1718 als Lustschlösschen des adeligen Kabinettssekretärs Kurfürst von Wilhelm erbaut.
Mehr als 120 Kunstausstellungen mit Werken zeitgenössischer Künstler wurden bisher im Kardinal-Wendel-Haus durchgeführt. Eine nicht unerhebliche Zahl von Kunstwerken haben dauerhaft einen Platz in den verschiedenen Gebäudeteilen gefunden - im Kardinal-Wendel-Haus, dem Viereck-Hof, dem 1937 von der Erzdiözese München und Freising erworbenen Schloss Suresnes und im wunderschönen Park.
Das Schloss Suresnes wurde 1715 bis 1718 vermutlich durch Johann Baptist Gunetzrhainer nach dem Vorbild des Château de Suresnes bei Paris für den Kabinettsekretär Franz von Wilhelm errichtet. Ab 1756 wechselten die Besitzer stetig. 1855 bezog es Carl August von Steinheil, 1869 und 1870 lebte und arbeitete dort Elisabet Ney.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss Suresnes zum beliebten Treffpunkt für junge Künstler, Maler wie Hans Reichel und Paul Klee hatten unter anderem ihre Ateliers im Schloss.
1937 erwarb das Erzbistum München und Freising das barocke Schloss. Seit 1967 dient es als Tagungsstätte für die Katholische Akademie in Bayern.
Zum Themenkatalog der Katholischen Akademie in Bayern gehört die Kunst.
Mehr als 120 Kunstausstellungen wurden bisher im Kardinal-Wendel-Haus durchgeführt. Und auf dem Gelände der Akademie sind mehr als zwanzig Kunstwerke dauerhaft zu finden.
Künstler: Der Bildhauer Josef Henselmann(1898 ‒ 1987); Der Glas- und Kirchenkünstler Helmut Ammann (1907 – 2001); Der Bildhauer Roland Friederichsen* (1910 – 1992); Der Medizinprofessor Heinz Spiess (1920 – 2015), der sich auch künstlerisch betätigte; Die Bildhauerin Christine Stadler* (1922 – 2001); 1986 gestaltete Antje Tesche-Mentzen den 1,8 Meter hohen Bronzebrunnen »Baum des Lebens«.
Weitere Künstler, die mit Arbeiten vertreten sind: Jörg Kicherer: »Ich bin das Licht der Welt«, 1997; . Dorothée Aschoff: »Türkis-Brauner Schaufelkopf«, 2000; . Claudia Baltzer: Ohne Titel, 2004; . Alf Lechner: »WV 704 Würfelteilung« und »WV 707 Würfelteilung«, 2014; Martin Wöhrl: »Feld«, 2015; der Bildhauer Blasius Gerg (1927 – 2007) gestaltete das fast 25 Meter breite Steinrelief mit dem Titel »Vom Chaos zur Ordnung«; seit 1970 steht hier einer der beiden 1848 von Johann von Halbig* (1814 – 1882) für das Wittelsbacher Palais in der Briennerstraße gestalteten Steinlöwen u.a.
Ausstellung in der Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52/Ecke Waldhornstraße München-Hartmannshofen
Asche und Rost sind vor allem durch ihre gemeinsame Symbolik von Vergänglichkeit,
Zeit und Transformation verbunden. Beide Materialien stehen dafür, dass etwas einmal stabil und eindeutig war und nun - durch seinen Zerfall - in einen mehr-deutigen Zustand übergegangen ist. Sowohl Asche als auch Rost können für Wandlung und mögliche Erneuerung stehen: aus Zerstörtem entsteht ein neues
Bild, eine neue Form, eine neue Geschichte.
Die Ausstellung geht vom 21.03.2026 bis 5.04.2026. Die Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter ist die Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e.V. Kuratoren: Irene Bauer-Conrad, Fabian Vogl
Ein facettenreicher Konzertabend mit Werken von Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel, Claude Debussy und Robert Schumann, ein spannender Bogen von barocker Präzision über impressionistische Klangwelten bis zu romantischer Expressivität.
Es spielen Vivien Walser (Klavier) und Jeremias Pestalozzi (Violine), zwei aufstrebende Künstlerpersönlichkeiten der Münchner und internationalen Musikszene.
Programm:
Johann Sebastian Bach: Sonate III für Cembalo und Violine in E-Dur BWV 1016 Maurice Ravel: Sonate Nr. 2 G-Dur für Violine und Klavier Claude Debussy: Sonate g-Moll für Violine und Klavier Robert Schumann: Sonate Nr. 1 für Pianoforte und Violine a-Moll op. 105
Eintritt: € 25; ermäßigt für Mitglieder € 20, für Schüler und Studierende unter 30J. € 5 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
„Die 6 Clavirtrio, die unter ihren Numern zusammengehören, sind von den besten Arbeiten des seeligen lieben Vaters. Sie klingen noch jetzt sehr gut, u. machen mir viel Vergnügen, ohngeacht sie über 50 Jahre alt sind. Es sind einige Adagii darin, die man heut nicht sangbarer setzen kann.“ So schwärmte Carl Philipp Emanuel Bach noch 1774 von den Sonaten seines Vaters. Die älteste Quelle dieser Kompositionen trägt den Titel „Sei Sounate à Cembalo certato è Violino Solo col Basso per Viola da Gamba accompagnato se piace“, Johann Sebastian Bach verlangt also ausdrücklich einen obligaten Cembalopart mit ausnotierten Stimmen für die linke und die rechte Hand, statt des eher gebräuchlichen Basso Continuo mit einer bezifferten Basslinie. Nach Meinung vieler Musikhistoriker ist das die Geburtsstunde der Duo-Sonate, in der das Tasteninstrument gleichwertig neben dem „Solo“-Instrument steht. Es handelt sich um echte Triosonaten, in der Regel sind die beiden Oberstimmen der Violine und der rechten Hand des Cembalos zugewiesen, während die linke Hand die Bassstimme übernimmt. Bach komponierte oder plante sie zumindest in seiner Köthener Zeit (1717 – 1723), in der er auch u.a. die sechs Brandenburgischen Konzerte, die sechs Suiten für Violoncello solo und die drei Sonaten und drei Partiten für Violine solo komponierte. Fertiggestellt und teils mehrfach überarbeitet hat er sie in Leipzig, es existieren mehrere Abschriften aus Bachs Schülerkreis, einzelne Stimmen stammen von Johann Sebastian Bach selbst. Die Sonaten folgen mit Ausnahme der 6. Sonate dem schon von Arcangelo Corelli etablierten viersätzigen Standardmodell der Sonata da chiesa mit der Satzfolge langsam – schnell – langsam – schnell.
Die Sonate III für Cembalo und Violine BWV 1016 kombiniert in allen vier Sätzen überlegene satztechnische Meisterschaft mit hohen Ansprüchen an die Ausführenden. Der Einleitungssatz ist eine Art Violinarie, zu einer fein ausgesponnenen Melodie der Violine mit Zweiunddreissigstel-Girlanden führt das Cembalo ein im weiteren Verlauf immer bedeutender werdendes Sechzehntel-Motiv in parallelen Terzen und Sexten durch verschiedene Tonarten. Das fast galante liedhafte Thema des folgenden Allegro, in der rechten Hand des Cembalos beginnend, wird in der Dominante von der Violine imitiert, später erscheint es auch in der Bassstimme. Die Engführung kurz vor Ende des Satzes geht bei dem schnellen Tempo im Alla-breve-Takt fast unter. Das Adagio ma non tanto in cis-Moll ist eine Passacaglia über den viertaktigen Bass mit der absteigenden Tonfolge cis - a - fis – dis in der linken Hand des Cembalos, die rechte Hand begleitet mit repetierten Achtelakkorden. Darüber tritt die Violine mit einer wunderbaren Triolenmelodie hinzu, die sie nach einer Variation an das Cembalo abtritt, während sie selbst dann die Achtelakkorde übernimmt. Diese drei Bausteine setzt Bach im weiteren Verlauf zu immer neuen dialogischen Varianten zusammen. Auch im Schlusssatz stellt die Violine ein virtuoses Sechzehntel-Thema vor, das dann vom Cembalo in rechter und später linker Hand imitiert wird. Im Mittelteil werden neue triolische Figurationen von der Violine vorgestellt und gleich von den Sechzehnteln im Cembalo kommentiert. Die Triolen werden dann auch vom Cembalo aufgegriffen und nach einer Überlagerung mit den Sechzehnteln beschließt der furiose A-Teil als Reprise diesen Finalsatz und somit die ganze Sonate.
Die Sonate pour Violon et Piano ist eigentlich die zweite Sonate von Maurice Ravel für diese Besetzung, ein einsätziges Frühwerk von 1897 aus seiner Studentenzeit wurde erst 1975 uraufgeführt. Er glaubte zwar, „Violine und Klavier seien im wesentlichen unvereinbare Instrumente“ (Arbis Orenstein), angeregt durch Béla Bartóks Violinsonaten und auf Bitten der befreundeten Geigerin Hélène Jourdan-Morange plante er 1922 aber doch noch eine Sonate in dieser Besetzung. Als Ravels letztes Kammermusikwerk wurde es erst 1927 vollendet, sodass die Widmungsträgerin die Uraufführung aus Gesundheitsgründen nicht mehr spielen konnte. An ihrer Stelle spielte im Mai 1927 im Pariser Salle Érard der rumänische Geiger Georges Enescu mit Maurice Ravel am Klavier. Im ersten Satz werden vier Themen vorgestellt, die teils im Finale wieder anklingen. Der fast neobarocke Charakter wird am Ende des Satzes auch durch ein dreistimmiges Klavierfugato unterstrichen, die Violine hält nur den Grundton g in hoher Lage aus. In Anbetracht der Jazzbegeisterung in den 20-er Jahren in Europa ist es nicht verwunderlich, dass der von Jazzelementen inspirierte Mittelsatz die Satzbezeichnung „Blues“ trägt. Als Ravel 1928 dann erstmals in Amerika war, war ihm aber wichtig zu betonen: „Ich habe zwar diese populäre Form Ihrer Musik übernommen, aber ich wage zu behaupten, dass die Musik, die ich geschrieben habe, trotzdem französisch ist, Ravels Musik.“ Der Finalsatz besticht mit den Tonrepetitionen und kreisenden Figuren durch mitreißenden rhythmischen Schwung, laut Arbis Orenstein nimmt das virtuose Perpetuum mobile die feurige Tradition der Tzigane wieder auf.
1915, also mitten im 1. Weltkrieg, plante der Musikverlag Durand die Veröffentlichung von Six sonates pour divers instruments composées par Claude Debussy, musicien français. Während die Sonate für Violoncello und Klavier, sowie die für Flöte, Viola und Harfe schon1915, einem ungewöhnlich fruchtbaren Kompositionsjahr von Claude Debussy, beendet waren, dauerte die Fertigstellung der Sonate für Violine und Klavier bis 1917, die Uraufführung fand am 5. Mai 1917 in der Salle Gaveau in Paris statt. Es war Debussys letztes öffentliches Konzert, das er mit dem jungen Geiger Gaston Poulet zusammen bestritt, neun Monate später erlag er seinem Krebsleiden. In seinen Werken wollte sich Debussy bewusst von der Musik der deutschen Spätromantik abgrenzen: „Nichts kann entschuldigen, dass wir die Tradition der Werke eines Rameau vergessen haben, die in der Fülle ihrer genialen Einfälle fast einzigartig ist“. So entspricht der erste Satz auch formal nicht der Sonatensatzform. Die rhapsodische Fantasie bietet impressionistische Klangfärbungen, aber auch Elemente der Musik der Sinti und Roma, wie z.B. das Verschleifen von Tönen von oben und unten, die Debussy auf einer Konzertreise in Budapest kennengelernt hatte. Das mehrfach auftretende Hauptthema mit seinen fallenden Terzen hält diesen Satz zusammen, erscheint aber immer wieder verändert, ähnlich wie Claude Monet in der impressionistischen Bilderserie „Cathédrale de Rouen“ diese zu verschiedenen Tageszeiten in unterschiedlichen Lichtsituationen darstellt. Im zweiten etwas ironisch wirkenden Satz Fantasque et léger (fantastisch und leicht) wechseln sich nach einer Violinkadenz Klavier und Violine mit lockeren von schnellen Tonrepetitionen geprägten Phrasen ab. Dem steht ein ruhigeres Seitenthema gegenüber. Der berühmte Geiger Augustin Hadelich denkt bei diesem Satz an „tanzende Marionetten“. Nach einem kurzen Wiederaufgreifen des Dreiklangsmotivs des ersten Satzes entwickelt sich ein Finalsatz mit fast teuflischem Charakter. Debussy selbst charakterisierte diesen Satz so: „Trauen Sie keinem Stück, das im freien Himmelsflug zufrieden scheint, das könnte in den dunklen Tiefen eines kranken Hirnes ausgedrückt worden sein. Etwa das Finale meiner Sonate: Das schlichte Spiel eines Gedankens, der sich um sich selbst dreht wie eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt.“ Nach einem accelerando und einem langen crescendo endet dieser Satz fulminant jubelnd.
Robert Schumann wandte sich im Herbst 1851, am Ende seines ersten Düsseldorfer Jahres als städtischer Musikdirektor, verstärkt der Kammermusik zu. Auslöser für die Komposition der Sonate für Pianoforte und Violine op. 105 war vermutlich der Brief des Gewandhaus-Konzertmeisters Ferdinand David vom 18. Januar 1850: „Deine Fantasiestücke für Piano und Clarinette gefallen mir ungemein; warum machst Du nichts für Geige und Clavier? Es fehlt so sehr an was Gescheidtem Neuen und ich wüßte Niemand der es besser könnte als Du. Wie schön wäre es wenn Du jetzt noch etwas derartiges machtest was ich Dir dann mit deiner Frau vorspielen könnte.“ Nach Schumanns Haushaltsbuch entstand die Sonate in sehr kurzer Zeit zwischen dem 12. und dem 16. September 1851, und am 16. Oktober fand die erste private Aufführung mit Clara Schumann und Wilhelm Joseph von Wasielewski, dem damaligen Konzertmeister des Allgemeinen Musikvereins in Düsseldorf, statt. Clara Schumann schrieb dazu: „Es ließ mir keine Ruhe, ich mußte gleich heute Roberts neue Sonate probieren. Wir spielten sie und fühlten uns ganz besonders durch den ersten sehr elegischen, sowie den zweiten lieblichen Satz ergriffen, nur der dritte, etwas weniger anmutige, mehr störrische Satz wollte noch nicht so recht gehen.“ Und Wasielewski schrieb dazu: „Im ganzen zeigte sich Schumann von der Ausführung befriedigt, nur das Finale konnte ich ihm nicht zu Danke spielen. Es wurde noch dreimal durchgenommen, doch Schumann meinte, er habe eine andere Wirkung von der Geigenpartie erwartet. Ich vermochte ihm nicht genügend den störrischen, unwirschen Ton des Stückes wiederzugeben.“ So zeigen das Autograph und die Originalausgaben der Stimmen von 1852 auch gerade im Finalsatz deutliche Änderungen, die deutlich machen, dass er ursprünglich nicht ganz Schumanns Vorstellungen entsprach. Am 21. März fand schließlich im Leipziger Gewandhaus die erste öffentliche Aufführung mit Clara Schumann und Ferdinand David statt, bei der nach Clara Schumanns Biographen Berthold Litzmann ihr erst jetzt „der eigentümliche Charakter des letzten Satzes aufgegangen“ sei. Der Münchner Geiger Florian Sonnleitner schätzt an dieser Sonate besonders, dass sie „in sehr gedrängter Form und in gnadenlosem a-Moll einer der unmittelbarsten Spiegel des Seelenlebens Schumanns“ ist. Der erste Satz besticht durch die schwungvolle Kantabilität des in sich kreisenden Hauptthemas, der weitere Verlauf durch Veränderungen und Abspaltungen der Kantilenen geprägt. Dem folgt ein sehnsuchtsvolles Intermezzo, das zwischen Romanze und Scherzo schwankt. Immer wieder mündet eine schlichte, beinahe einfältige Melodie in eine fragende Geste mit einer mal ähnlichen, aber emphatischeren, mal eher spöttischen „hüpfenden“ Antwort. Der Schlusssatz wirkt durch das Staccato des Klaviers ebenfalls scherzohaft, er hat beinahe den Charakter eines kraftvollen Perpetuum mobile. Im Mittelteil findet sich eine mit einem neuen Triolenrhythmus des Klaviers unterlegte Reminiszenz an das Hauptthema des 1. Satzes, das aber dann kaleidoskopartig mit verschiedenen Motiven des Finales verwoben wird.
Musiker:
Jeremias Pestalozzi (geb. 2005) ist Bachelor-Student von Julia Fischer. Im April 2024 spielte er an ihrer Seite mit der Tschechischen Philharmonie Bachs Doppelkonzert im Rudolfinum in Prag. 2019 wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater München, erst bei Christoph Poppen sowie bei Simone und Peter Michielsen, seit 2022 in der Klasse von Julia Fischer. Außerdem besuchte er Meisterkurse u. a. bei Ana Chumachenco, Ingolf Turban und Nora Chastain. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewann er 2018 (Duo) und 2019 (Solo) den 1. Preis. Seit seinem Debüt 2019 konzertierte er mehrmals mit den Bad Reichenhaller Philharmonikern und sammelte Erfahrungen als Solist auch mit dem Wendland Symphonie Orchester und dem Philharmonischen Orchester Isartal (mit Violinkonzerten u. a. von Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy, Pjotr I. Tschaikowski und Max Bruch). 2023 und 2024 spielte er als Solist jeweils drei Konzerte mit der Deutschen Streicherphilharmonie, wobei er das Orchester auch leitete. Außerdem wurde er zu verschiedenen Festivals eingeladen, z. B. zum Ickinger Frühling und zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Er war Konzertmeister des Puchheimer Jugendkammerorchesters und Primarius im Streichquartett „Quartessenz“. Weitere Impulse erhielt er bei Kammermusikprojekten mit Musikern wie Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer, Benjamin Nyffenegger, Raphaël Merlin und Christoph Poppen. (Stand: 2024; Quelle Bayerisches Staatsorchester) Seit 2025 ist er Stipendiat der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“. Er spielt eine Geige von Antonio Gragnani, die ihm die Deutsche Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt hat.
Vivien Walser (geb. 2004) erhielt mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht und studierte ab ihrem zehnten Lebensjahr bei Prof. Massimiliano Mainolfi. 2020 wurde sie in das Hochbegabten-Förderprogramm der Hochschule für Musik und Theater München bei Professor Antti Siirala aufgenommen und studiert derzeit im Rahmen des Bachelor-Studium bei ihm. Als Stipendiatin der Internationalen Musikakademie Liechtenstein und der Deutschen Stiftung Musikleben (seit ihrem 13. Lebensjahr) hat sie zahlreiche internationale Klavierwettbewerbe gewonnen, darunter 2023 den Steinway Klassik-Förderpreis als jüngste Preisträgerin und den 1. Preis bei der Valencia International Performance Academy. Sie gewann mehrmals den ersten Platz beim nationalen Wettbewerb „Jugend Musiziert“ und 2020 den ersten Preis beim Online-Klavierwettbewerb EUPLAYY. Im Jahr 2024 trat sie in der Laeiszhalle Hamburg mit der Hamburger Kammersinfonie (Klavierkonzert von Clara Schumann) und im Prinzregententheater München (Klavierkonzert Nr. 2 von Rachmaninow) im Rahmen der Münchner Opernfestspiele sowie bei den Highlights of Classical Music 2024 der Internationalen Musikakademie Liechtenstein auf. Sie wurde außerdem eingeladen, unter anderem bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, im Resonanzraum Hamburg und in der Philharmonie München aufzutreten, und spielte beim Stars and Rising Stars Festival. Die Künstlerin nimmt regelmäßig an internationalen Meisterkursen teil (New York, Liechtenstein, Mozarteum Salzburg, Schloss Neuhardenberg und viele andere) und hat von der Betreuung durch renommierte Pianisten wie Antti Siirala, Boris Slutsky, Gerhard Oppitz, Milana Chernyavska, Pavel Nersessian und Robert Levin profitiert. (Quelle: Website von Vivien Walser).
Vortragssaal im Ausbildungsinstitut des Klinikums Dritter Orden, Eingang Franz-Schrank-Str. 4.
Foto: Dr. Schaar: privat
Bei einem historischen Rundgang führt unser Mitglied Dr. Rüdiger Schaar durch das Klinikum Dritter Orden, das 1912 gegründet wurde. Er beleuchtet seine bewegte Geschichte, zeigt verborgene Winkel des Hauses und lässt den Klinikalltag vergangener Zeiten lebendig werden. Räume, die sonst im Verborgenen bleiben, geben Einblicke in eine Welt zwischen Tradition und Moderne. Der Arzt erzählt dabei von über einem Jahrhundert mit medizinischem Fortschritt und ständiger Weiterentwicklung.
Treffpunkt um 17 Uhr: Vortragssaal im Ausbildungsinstitut des Klinikums Dritter Orden, Eingang Franz-Schrank-Str. 4.
Anmeldung nicht erforderlich, kostenfrei.
ÖPNV von Pasing/Obermenzing: Bus 162, dann Bus 143 , Haltestelle „Botanischer Garten“.
Als der Flugzeugbauer Dornier 1934 sein Zweigwerk „Leichtkonstruktionen München“ gründete, entstand in Neuaubing eine bedeutende Produktionsstätte für Kampfflugzeuge der Luftwaffe. Die große Zahl der dafür nötigen Arbeiter erforderte dringend Wohnraum und führte zum Bau einer neuen Siedlung. Diese wurde von 1937 bis 1939 errichtet und gilt als ein Beispiel für den nationalsozialistischen Werksiedlungsbau. Die von dem Architekten Franz Ruf geplante Anlage umfasst acht verschieden Haustypen in geschwungenen Straßen. Bei einem etwa eineinhalbstündigen Rundgang um den Gößweinsteinplatz, erkunden wir mit der Dipl- Geografin und Fotografin Elvira Auer, die sich besonders mit den Themen Stadtgeschichte und Industriekultur befasst, das heute denkmalgeschützte und in den vergangenen Jahren sanierte Ensemble. Dabei werden Aspekte der Architektur und der Geschichte bis hin zur Gegenwart beleuchtet.
Dr. Stephan Keller trat nach seinem Jurastudium 1977 in den Diplomatischen Dienst ein. Seine Auslands-Stationen waren Tansania, Frankreich, Italien, Griechenland und Genf. Dann folgten Saudi-Arabien, der Sudan und die Elfenbeinküste, wo er bis zu seinem Ruhestand 2011 als Botschafter die Bundesrepublik repräsentiert hat. Hier ist Keller nur knapp einem Angriff entkommen. „Das waren damals unruhige Zeiten mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen und einem Machtkampf zwischen zwei Lagern“, wie der Diplomat berichtet. Keller wird von seinem Werdegang und seiner diplomatischen Arbeit erzählen und sich Ihren Fragen stellen.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 5. März 2026 um 19 Uhr in der Gaststätte Alter Wirt in der Dorfstraße in Obermenzing statt. Zum Essen können Sie schon früher kommen, es ist ab 18.30 Uhr in der Jagdstube reserviert.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Gäste sind herzlich willkommen.
Foto: Dr. Keller
Es ist nicht einfach, den begehrten Weg eines Diplomaten einzuschlagen. Das Auswärtige Amt praktiziert anspruchsvolle Aufnahmetests für den diplomatischen Dienst. In einem mehrstufigen Verfahren wird Fachwissen zu politischen Themen, zu Wirtschaft, zu sozialen und kulturellen Fragen der Gegenwart und sowie zum Völkerrecht abgefragt. Von den Bewerberinnen und Bewerber werden eine überdurchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit, ein ausgeprägtes politisches Verständnis und vor allem hervorragende Sprachkenntnisse in Englisch und mindestens einer weiteren Amtssprache der Vereinten Nationen gefordert. Ebenso uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft als Grundvoraussetzung für ein Berufsleben in fortdauernder Bewegung, denn die diplomatische Präsenz umfasst unzählige Botschaften und Konsulate, im Inland wie im Ausland.
Gaststätte Schweizer Hof, Planegger Straße 14, Pasing
Foto: Angela Scheibe-Jaeger
Lachs oder Forelle, Rotbarsch oder Garnele? Wir wissen zwar noch nicht genau, was alles auf der Speisekarte steht, aber vielleicht haben Sie Lust sich wieder mal ein schönes Stück Fisch zu gönnen - und das in netter Gesellschaft. Danach darf dann auch die Sache mit der Fastenzeit ernst genommen werden. Unser Vorschlag: Sie kommen am Aschermittwoch zum Mittagessen in den Schweizer Hof, wir bezahlen das zwar nicht, haben aber Plätze reserviert und dann verbringen wir zusammen eine unterhaltsame Zeit mit Essen und anregenden Gesprächen. Wenn das keine Kultur ist. Besuchen Sie die Premiere: Kulturstammtisch mit Fisch. Vielleicht wird eine Tradition draus. Und manchmal kann die Forelle ja auch eine Wurst sein … Hauptsache: Es wird gegessen. Wir freuen uns auf Sie und unseren gemeinsamen Aschermittwoch.
Unterkirche St. Raphael, Lechelstraße 52/Ecke Waldhornstraße München-Hartmannshofen
Foto: Mechthild Gehres
Das prozesshafte der Natur, Werden und Vergehen sind Inspiration für die Arbeiten von Mechthild Gehres. Freie Formen, Strukturen, Farbverläufe bestimmen die Bilder. Neben Acryl- und Ölfarben ist das Arbeiten mit unterschiedlichsten Malmitteln, u.a. auch Asche, eine schöpferische Herausforderung und Freiheit.
Die Ausstellung geht vom 31.01.2026 bis 15.02.2026. Die Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter ist die Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e.V. Kuratoren: Irene Bauer-Conrad, Fabian Vogl
Am 29. Januar 2026 haben wir ein außergewöhnliches Thema, das verspricht, sehr unterhaltsam zu werden, präsentiert von Walter Hömberg und KollegInnen.
„Die Wissenschaft der Marginalistik als inter- und transdisziplinäres Forschungsfeld betrachtet die Welt von den Rändern her. Hier gibt es neben den Repräsentanten des Mainstreams auch akademische Randfiguren wie Exzentriker, Störenfriede und Hofnarren“, erklärt der ehemalige Professor Walter Hömberg. Er leitet seit langem das Institut für Marginalistik in München-Obermenzing. „Es rücken Personen, Probleme und Phänomene ins Zentrum, die bisher ignoriert wurden. In der Marginalistik ist die Nebensache die Hauptsache, steht das abseitige und abwegig erscheinende Themen im Mittelpunkt“, so Hömberg. Der Kommunikationswissenschaftler wird den Beziehungen zwischen dem Marginalen und dem Zentralen nachgehen und bisherige Erkenntnisse vorstellen.
Darüber hinaus werden Beiträge aus dem gerade erschienenen aktuellen Almanach, dem dritten Band, präsentiert, der wieder ganz unterschiedliche Perspektiven auf Randphänomene bietet. Die Almanache setzen eine Tradition fort, die in der Zeit der Aufklärung begann und Nutzen und Vergnügen zu verbinden versucht.
Alle Interessenten an fröhlicher Wissenschaft sind herzlich eingeladen, das „Vademecum für lustige Leute“ kennen zu lernen.
Der Vortrag ist am Donnerstag, 29. 1. um 19 Uhr im Ebenböck-Haus, Ebenböckstraße 11. Der Eintritt kostet für Mitglieder 12 €, für Nichtmitglieder 15 €. Anmeldung bitte unter einladungen@kulturforum-mwest.de.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Gäste sind herzlich willkommen.
Foto: W. Hömberg
Klappentext des 3. Almanachs:
Die Marginalistik betrachtet die Welt von den Rändern her. Auch der vorliegende Band bietet wieder ganz unterschiedliche Perspektiven auf Randphänomene: In der Wissenschaft gibt es neben den Repräsentanten des Mainstreams auch akademische Randfiguren wie Exzentriker,
Störenfriede und Hofnarren. Und gegenüber vorschnellen Gewissheiten hilft die Kultur des Zweifelns. Wenn ein Gericht die Ambivalenz nonverbaler Zeichen ignoriert, dann ist ein Fehlurteil vorprogrammiert. Ein Kommunikationswissenschaftler schildert sein Leben mit einem
Doppelgänger, während seine Kollegin den neuen Beruf der Intimitätskoordinatorin vorstellt. Der Journalist als Figur auf der Theaterbühne, Geschichte und Gegenwart des Rosenkranzgebets,
die Freuden der Chorkommunikation und schlechte Erfahrungen mit den Relevanzpolizisten von Wikipedia sind weitere Felder marginalistischer Tiefenrecherche und Entdeckerfreude.
Die Autoren
Die Verfasser der Beiträge kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen und Fachgebieten: Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaftler sind darunter, Pädagogen und Professoren, Juristen und Journalisten. Sie eint die Neugier auf Fragen, Fakten und Fiktionen, die am Rande der öffentlichen Aufmerksamkeit liegen.
Der Herausgeber
Walter Hömberg hat an mehreren Universitäten geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer studiert und sein Studium mit einer Dissertation zur literarischen Publizistik im Vormärz abgeschlossen. Nach journalistischer Tätigkeit für Presse und Rundfunk war er Lehrstuhlinhaber für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an den Universitäten Bamberg und Eichstätt. Zwei Jahrzehnte lehrte er auch als Gastprofessor an der Universität Wien. Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte und Gegenwart des Journalismus veröffentlicht. Neben der Marginalistik befasst er sich heute vor allem mit Themen der Kulturkommunikation.
Gut 80 Jahre nach der Befreiung der KZ-Häftlinge aus den Auschwitz-Konzentrationslager begeht das Kulturforum München-West am 27. Januar 2026 wieder den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und erinnern an alle Opfer dieses beispiellosen totalitären Regimes.
Die Einweihung der Gedenkskulptur „Gebeugter leerer Stuhl“ an der Pfarrkirche Leiden Christi war am9. November 2016. Mit heute hat das Kulturforum München-West 10 Gedenk-Veranstaltungen gestaltet. Seit 2017 finden sie am internationalen Holocaust-Gedenktag unter dem Motto "Das Erinnern darf kein Ende haben": statt. Wir möchten damit die Erinnerung lebendig halten, wir bringen die schrecklichen Ereignisse immer wieder ins Gedächtnis und zeigen, was das Mahnmal an der Pfarrkirche zu bedeuten hat. Mit dieser Gedenkskulptur haben Blanka Wilchfort und Marlies Poss einen ganz wichtigen Ort des Austausches geschaffen.
Almuth David wird Dr. Paul Bornstein vorstellen, der als Schriftsteller, Literaturhistoriker und Übersetzer zuletzt in der Verdistraße gelebt hat. Ohne die Materialien der Geschichtswerkstatt - von Almuth David und Doris Barth arbeitsintensiv recherchiert und aufbereitet – gäbe es nicht das eindrucksvolle Anschauungsmaterial.
Auch heuer sind SchülerInnen der nahen Realschule mit dabei. Sie haben sich sehr ins Thema eingearbeitet und zeigen dies in in anrührenden und bewegenden szenischen Lesungen eigener Texte.
Den Ausblick in das Heute, zeigt Raoul Koether auf. Musikalisch begleitet wird der Gedenkakt von Oliver Klenk, Klarinette. Beginn ist um 17 Uhr, der Veranstaltungsort ist vor und in der Kirche Leiden Christi; der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Unterstützt vom Kulturforum München-West, gefördert vom damaligen Pfarrer von Leiden Christi, Klaus-Günter Stahlschmidt, und gestiftet vom Verein der Freunde Schloss Blutenburg gehört die Skulptur seit fast 10 Jahren als Symbol der Erinnerung, als Zeichen des Anstoßes und als Denkzeichen zur Kirche und zum Kirchplatz in Obermenzing.
„Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl e.V.“ Die letzten Zeitzeugen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft werden bald nicht mehr unter uns sein. Daher ist es wichtig, auf neue Art zu erinnern und so eine freiheitliche und friedliche Zukunft zu gestalten. Dazu dienen neben den schon vorhandenen Formen der individuellen und der kollektiven Erinnerung auch Formen der stadtteilnahen Erinnerung, insbesondere die Gedenkskulptur „Gebeugter leerer Stuhl", deren bisherige Installation am Pasinger Rathaus und vor der Obermenzinger Kirche „Leiden Christi" auf weitere Münchner Stadtbezirke und Kommunen ausgedehnt werden soll. In Deggendorf wurde vor Kurzem ein solches Mahnmal errichtet.
Dazu haben sich im Jahr 2022 unterschiedlichste Vertreter:innen der Münchner Stadtgesellschaft zusammengefunden und den gemeinnützigen Verein „Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl e.V.“ gegründet.
Mittwoch, 14.1.2026 um 16:30 Uhr / Donnerstag, 15.1. um 17 Uhr
Alexander Tutsek-Stiftung, Georg-Muche-Str. 4, 80807 München
Foto: Ulrike Turner
Die Ausstellung zeigt eindrucksvolle Skulpturen und Installationen von rund 50 internationalen Künstler*innen, darunter Werke von Tony Cragg, Erwin Eisch, Mona Hatoum, Alicja Kwade, Kiki Smith und Ann Wolff. Allen Werken gemeinsam ist ein in der Kunst eher selten verwendetes Material: Glas. Es entfaltet seine spezifische Wirkung durch Licht und Farbe, durch Haptik und technische Raffinesse, eine erzählerische Qualität und seine emotionale Aura. Die präsentierten Exponate, die zur Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung gehören, führen die aufregenden künstlerischen Praktiken des Arbeitens mit Glas vor Augen – ob formgeschmolzen, geblasen, geschliffen, ungeschliffen, freigeformt oder sandgestrahlt. Sie zeigen zudem in die Zukunft weisende Entwicklungen der Verbindung von Glas mit Fotografie, Video und Performance, mit Poesie und Licht, Elektronik oder künstlicher Intelligenz.
Seit Jahrzehnten fördert, sammelt und präsentiert die Alexander Tutsek-Stiftung das Material Glas im Kontext der zeitgenössischen Kunst. Was im Dezember 2000 als Vision begann – das Vernachlässigte, Übersehene oder auch Besondere und Spezielle in Kunst und Wissenschaft nachhaltig zu stärken – ist heute zu einer international viel beachteten Sammlung von zeitgenössischem Glas in der Kunst geworden.
Am Donnerstag, den 9. Oktober wurde in der BlackBox und im BlackBox FirstFloor der Alexander Tutsek-Stiftung die große Jubiläumsausstellung Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst feierlich eröffnet.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung sprachen als Ehrengäste der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, MdL, sowie Reino Liefkes, Senior Curator und Head of Ceramics and Glass am Victoria and Albert Museum in London.
Nach der Begrüßung führten Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek, Vorstandsvorsitzende und Mitbegründerin der Alexander Tutsek-Stiftung und Dr. Petra Giloy-Hirtz, Kuratorin, in die Ausstellung ein. Im Anschluss wurden Getränke und ein Flying Dinner gereicht.
Etwa 250 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, die rund 70 beeindruckenden Werke zeitgenössischer Kunst mit dem Medium Glas in der BlackBox und im BlackBox FirstFloor zu entdecken. Auch einige der knapp 50 international vertretenen Künstler*innen waren persönlich anwesend, darunter Jens Gussek, Shirazeh Houshiary, Franz Xaver Höller, Antoine Leperlier, Ju Young Kim und Neringa Vasiliauskaite.
Die Ausstellung Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst ist noch bis zum 28. Mai 2026 zu sehen und bietet ein vielfältiges und spannendes Begleitprogramm.
Samstag, 10. Januar 2026 und Sonntag, 11. Januar 2026, jeweils um 18 Uhr
in der Münchner Volkshochschule Pasing, Bäckerstr. 14, 1. Stock
Foto: Angelika Niehage-Kaiser
„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh‘ ich wieder aus“ – mit diesen Zeilen von Wilhelm Müller, vertont von Franz Schubert, startet die Reihe Kammermusik in Pasing traditionell ins neue Jahr. Auch für die 11. Auflage dieses „Zyklus schauerlicher Lieder“, wie Schubert selbst seine Komposition nannte, konnten wir wieder prominente Musiker gewinnen.
Maximilian Schmitt, Tenor, singt am Samstag. Unsere Stammhörer erinnern sich vielleicht noch an unser erstes Konzert nach dem zweiten Corona-Winter, als uns Maximilian Schmitt und Gerold Huber im Februar 2022 eine bewegende Winterreise präsentierten – trotz Vermummung des Publikums, ausgedünnter Bestuhlung und vielen Infektionsschutzregeln.
Eine neue Stimme können wir am Sonntag kennenlernen: Tatsuki Sakamoto. Der junge, preisgekrönte Bariton ist dankenswerter Weise kurzfristig eingesprungen und ermöglicht uns eine zweite Winterreise, worüber wir uns sehr freuen. Laut Gerold Huber „…ist er großartig, das Publikum ist immer aus dem Häuschen ...“
An beiden Abenden unterstützt der fantastische Liedbegleiter Gerold Huber die Sänger am Flügel im kleinen Konzertsaal der MVHS in Pasing.
Eintritt 25€. für Mitglieder 20€, Schüler und Studierende bis 30 J. 5€. Karten nur an der Abendkasse. Verbindliche Anmeldung wird empfohlen unter info@kammermusik-pasing.de
Maximilian Schmitt entdeckte seine musikalische Leidenschaft als Mitglied der Regensburger Domspatzen. Sein Gesangsstudium absolvierte bei Prof. Anke Eggers an der Berliner Universität der Künste, sein künstlerischer Mentor ist Roland Hermann. Zunächst war Schmitt Mitglied des Münchner Opernstudios, dann ab 2008 am Nationaltheater Mannheim engagiert. 2012 debütierte er in Amsterdam als Tamino, 2016 als Idomeneo an der Opéra du Rhin in Strasbourg sowie an der Wiener Staatsoper als Don Ottavio. 2017 gastierte er an der Mailänder Scala und gab dort sein Debüt als Pedrillo in Wolfgang Amadeus MozartsEntführung aus dem Serail. 2019 sang er den Max in Carl Maria von WebersFreischützim Aalto-Theater Essen, 2022 den Erik im Fliegenden Holländerin der Oper Graz. In der Spielzeit 2023/24 debütierte er als Siegmund in Die Walküre mit Concerto Köln unter Kent Nagano. Die Saison 2025/26 eröffnet Maximilian Schmitt mit seinem Rollendebüt als Lohengrin an der Staatsoper Hannover.
Tatsuki Sakamoto, geboren am 24.10.1997 in Hyogo, Japan, studiert seit 2023 Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater München bei KS Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Gerhaher und Prof. Rudi Spring. Zuvor absolvierte er an der Staatlichen Universität der Künste Tokio sein Bachelor-Studium (2016-2020) und Master-Studium (ab 2020) im Fach Gesang bei Prof. Hiroyuki Yoshida. Von 2022 bis 2023 studierte er als Austauschstudent Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater München bei KS Prof. Andreas Schmidt.
Sakamoto ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter der NIKKOU International Festival of Music Vocal Competition (1. Platz, 2020), Le concours de la musique française (2. Platz, 2020) und dem Helmut Deutsch Liedwettbewerb Wien (3. Platz, 2025). Von 2021 bis 2023 war er Stipendiat des Munetsugu Angel Fund.
Gerold Huber, geboren in Straubing, studierte als Stipendiat an der Hochschule für Musik in München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/New York, gefolgt von vielen weiteren Preisen.
Gerold Huber ist ein gefragter Liedbegleiter, dessen Klavierspiel sich durch Tiefgang und Ausdruck auszeichnet. Er ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen, den Münchner Opernfestspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Schwetzinger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, dem Festival d’Aix en Provence oder in Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Wigmore Hall, dem Lincoln Center, der Armory oder der Carnegie Hall in New York, dem Teatro della Zarzuela in Madrid, den Konzerthäusern in Dortmund, Essen, Baden-Baden oder dem Salzburger Festspielhaus. Gerold Huber arbeitet mit einer Vielzahl international renommierter Sängerinnen und Sänger zusammen, darunter Christiane Karg, Julia Kleiter, Christina Landshamer, Anna Lucia Richter, Michael Nagy, Maximilian Schmitt, Martin Mitterrutzner, Julian Prégardien, Günther Groissböck, Georg Zeppenfeld, Tareq Nazmi und Franz-Josef Selig. Als Kammermusikpartner konzertierte Gerold Huber u. a. mit dem Artemis- Quartett, zudem arbeitet er regelmäßig mit dem Henschel-Quartett, mit dem Trompeter Reinhold Friedrich und dem Cellisten Maximilian Hornung. Solistisch widmet er sich vornehmlich den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms’ und Franz Schuberts.
Seine umfangreiche Diskografie umfasst neben zwei Solo-CDs, zahlreiche herausragende Lied-Einspielungen mit verschiedenen Sängern. Die gemeinsam mit Christian Gerhaher aufgenommenen CDs wurden sämtlich mehrfach preisgekrönt. Mit Maximilian Schmitt hat er bei OehmsClassics „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert eingespielt.
Gerold Huber ist ein gesuchter Lehrer und gibt ausgewählte Meisterklassen, wie z.B. an der University of Yale, dem Aldeburgh Festival, bei den Schwetzinger Festspielen sowie bei der Schubertwoche im Pierre-Boulez-Saal in Berlin. Seit 2013 ist Gerold Huber Professor für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Würzburg und erhielt im März 2022 – gemeinsam mit Christian Gerhaher – den Ruf auf dieselbe Position an der Hochschule für Musik und Theater München.
„Die SozialgenossenschaftBellevue di Monaco eG. stellt sich vor“
Restaurant Antica Osteria
Foto: Wikipedia bellevue
Das Bellevue di Monaco ist ein 2015 gegründetes Wohn- und Kulturzentrum für Geflüchtete und interessierte Münchnerinnen und Münchner im Herzen der Stadt. Diese Begegnungsstätte für Menschen mit Fluchterfahrung und Alteingesessene hat viele Funktionen:
Wohnort für über 40 Personen, Anlaufpunkt für ratsuchende Geflüchtete, Unterstützung für das Erlernen der Sprache oder einer Berufsausbildung, Ort für Fortbildungen und Workshops, Treffpunkt für gemeinsames Sporteln oder Verweilen in unserem Café, Bühne eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms mit Konzerten, Lesungen, Filmen, Theater und Debatten für alle.
Wir treffen uns am 8. Januar im neuen Jahr ab 18.30 in der Gaststätte „Antica Osteria“ in Pasing, Nimmerfallstr. 48, der Wirt freut sich über Essensbestellungen. Die Veranstaltung beginnt dann um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Gäste sind herzlich willkommen. Es steht eine Spendendose für die Organisation bereit.
Begonnen hat alles als Aktionsbündnis mit dem Ziel, Unterkünfte für Geflüchtete nicht nur an den Stadträndern anzusiedeln, sondern auch Leerstände in der Innenstadt zu nutzen. Seit den ersten Aktionen zum Erhalt der Häuser in der Müllerstraße ist mittlerweile über ein Jahrzehnt vergangen, aus der Protestbewegung ist eine etablierte Größe in der Münchner Stadtgesellschaft geworden.
Die Betreiberin des Bellevue, die seit 2015 eingetragene Sozialgenossenschaft, hat inzwischen über 800 Mitglieder, geführt wird sie von vier Vorständ*innen. Das Team besteht mittlerweile aus etwa 25 Kräften. Daneben gibt es einen Aufsichtsrat und die Unterstützung von hunderten von Ehrenamtlichen.